Im Mittelpunkt der Diskussionen auf den Devisenmärkten stand in den letzten Wochen der schwächere Dollar. Für seinen Rückgang werden sowohl die in den USA gesunkenen Zinsen als auch die Erkrankung des amerikanischen Präsidenten Reagan verantwortlich gemacht. Da der Dollar die „Widerstandslinie“ von drei Mark flott nach unten durchbrochen hat, wird ein weiterer Abstieg für möglich gehalten. Bis zur Monatsmitte hat es Stützungsaktionen der Notenbanken nicht gegeben. Schließlich lag bis dahin der Dollar auch noch deutlich über seinem Stand vor einem Jahr. Erstaunlich ist die feste Haltung des englischen Pfundes deshalb, weil es bisher als „ölbeeinflußt“ galt. Diesmal machte ihm der rückläufige Ölpreis nichts aus. Vielmehr scheint das immer noch attraktive Zinsniveau in England das Pfund reizvoll zu halten. Unter den EWS-Währungen zeigt sich der französische Franc von bemerkenswerter Stabilität. Die in Frankreich eingeschlagene Stabilitäts- und Sparpolitik sowie die vorzeitige Rückzahlung von Zahlungsbilanzkrediten haben international Eindruck gemacht. Von einer eventuellen Franc-Abwertung ist nicht mehr die Rede.