Gequält

„China Blue bei Tag und Nacht“ von Ken Russell. Vom geschwollenen Originaltitel „Crimes of passion“, Vergehen aus Leidenschaft, ist man in Deutschland glücklicherweise abgerückt. Trotzdem soll der Film laut Verleiher angeblich „schockierend, leidenschaftlich, romantisch und atemberaubend spannend“ sein. Dabei ist die Story, weiß der Teufel, nicht diabolisch – sondern einfach platt und selbst als harmloses Vergnügen zu langweilig: die Mode-Nana „China Blue“ (Kathleen Turner, sie rettet, was zu retten ist) ist tags nonchalant und geht nachts auf Freierjagd. Ein Priester sabbert und peept ihr mit roten Augen gequält durch Löcher hinterher. Armer Ken Russell, der einmal so große Musikfilme wie „Music Lovers“ über Tschaikowsky, „Tommy“ (über The Who) oder „Mahler“ gedreht hat! Ulrich Müller-Schöll

Hervorragend

„Reise nach Indien“ von David Lean. „Vollmondnächte“ von Eric Rohmer. „Der einzige Zeuge“ von Peter Welt:

Sehenswert

„Die Damen aus Boston“ von James Ivory. „Killing Fields – Schreiendes Land“ von Roland Joffé. „Die Mitläufer“ von Erwin Leiser, „Paris, Texas“ von Wim Wenders.

Außerdem laufen

„Beverly Hills Cop“ von Martin Best. „Im“ Streams“ von John Cassavetes. „Günstlinge des Mondes“ von Our losseliani „Kolp“ von Frank Roth und Roland Suso Richter. „Die Nacht“ von Hans-Jürgen Syberberg,