Alle Welt schreibt über Diana, Caroline, Stephanie – wo stecken eigentlich Albert, Edward und Frederik? Europas Prinzen sind Mauerblümchen, von der Presse vergessen, vor den Frauen versteckt. Dankenswerterweise hat nun die aktuelle, eine der Frauenzeitschriften, die sich so rührend um das Wohl ihrer Leserinnen kümmern, die Feriendomizile der noch unverheirateten hohen Herrschaften veröffentlicht und praktischerweise auch gleich Annäherungsanleitungen beigefügt.

Prinz Albert von Monaco zum Beispiel sonnt und badet den ganzen Sommer über im „Monte Carlo Beach Club“. Dort kann man „ihn treffen und ganz ungezwungen mit ihm reden. Albert ist aufgeschlossen und einem kleinen Flirt nie abgeneigt (ganz die Schwester, d. Red.). Der Erbprinz spricht recht gut deutsch, sein Lieblingsthema: Wassersport und Musik.“ Wer sich Prinz Jean von Luxemburg („achtundzwanzig und romantisch“) nähern will, sollte sich auffällig in der Nähe der Villa „La Tour“ an der französischen Riviera herumtreiben. Bedingung: „dunkelhaarig“.

Kronprinz Willem-Alexander hingegen bevorzugt blonde Mädchen und – weitere Einschränkung – „die Frau des zukünftigen Königs von Holland müßte von evangelischer Konfession sein.“ Zu erwischen ist der gläubige Willem zunächst in Tavernelle bei Florenz, später in Porto Ercole in der Villa „Zum glücklichen Elefanten“. Prinz Felipe von Spanien schwimmt sommers vor Mallorca, das Problem: „Er wird ständig von einem Leibwächter begleitet, der drückt aber bei einem kleinen Flirt ein Auge zu...“

Mit prinzlicher Präsenz können weiterhin dienen: Sardinien, Korsika, Grassten, Paris, Korfu, Mustique, Neuseeland, Bormes-Les-Mimosa. Kleiner Tip für die Kollegen: Im nächsten Jahr bitte den Zeitraum der Prinzenferien mit angeben, sonst kann es womöglich passieren, daß die ausschwärmenden Leserinnen Albert, Edward, Frederik oder Willem knapp verpassen – und das wär’ doch zu schade. CS