Im August ist die Nachfrage nach Investitionsgütern in der Bundesrepublik im Vergleich zum Vormonat preis- und saisonbereinigt um knapp zwei Prozent zurückgegangen. Die Inlandsnachfrage ging dabei um fünf Prozent zurück, während die Auslandsbestellungen noch um 1,5 Prozent zunahmen. Nach Ansicht des Bundeswirtschaftsministeriums fällt jedoch die Augustzahl zu ungünstig aus, weil die statistische Saisonbereinigung die Einflüsse der wechselnden Ferientermine nur unzureichend ausschalte. Aussagekräftiger sei der Zweimonatsvergleich. So stiegen die Auftragseingänge im verarbeitenden Gewerbe im Juli/August gegenüber Mai/Juni um 2,5 Prozent.

Im vergangenen Jahr erreichten die Agrarimporte der Bundesrepublik einen Wert von insgesamt 54,6 Milliarden Mark. Gleichzeitig wurden Agrarprodukte im Wert von 26,7 Milliarden ausgeführt. Damit steht die deutsche Agrarwirtschaft nach Angaben von Bundesernährungsminister Ignaz Kiechle beim Pro-Kopf-Import an erster Stelle der Welt, zugleich ist die Bundesrepublik viertgrößter Agrarexporteur. Bei den Ausfuhren stehen Fleisch und Fleischerzeugnisse, Käse, Wein und Bier an der Spitze.

Die relativ schwache Exporttätigkeit im August sowie die hohen Geldausgaben deutscher Touristen im Ausland brachten für die deutsche Leistungsbilanz ein Sommerloch. Nach einem Plus in der Leistungsbilanz – die den Außenhandel, den Dienstleistungsverkehr mit dem Ausland und die Übertragungen umfaßt – von 2,4 Milliarden Mark im Juli gab es im August einen Fehlbetrag von 0,7 Milliarden.

Mit einem stagnierenden Stahlverbrauch in der westlichen Welt rechnet der internationale Stahlverband für 1985 und 1986. So wird der Stahlverbrauch in diesem Jahr um drei Prozent auf 331 Millionen Tonnen sinken. Allein in den USA wird mit einem Rückgang um sechs Prozent gerechnet. In der Bundesrepublik ist die Stahlproduktion in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 3,6 Prozent auf 30,7 Millionen Tonnen gestiegen.