Anton (Toni) Arnsteiner, Chef des österreichischen Skiherstellers Blizzard aus Mittersill, will nicht aufgeben: Nachdem er in der zweiten Instanz in Hamburg gegen den Autohersteller Audi unterlegen ist und einen seiner Spitzen-Ski in der Bundesrepublik nicht mehr "Quattro" nennen darf, droht der streitbare Pinzgauer nun bis zum Bundesgerichtshof zu gehen. Karlsruhe, so witzelte er, sei dem Schwarzwald näher, so daß man dort mehr vom Wintersport verstehe. Die Hamburger Richter hatten den Ski als "Fahrzeug", nicht als schlichten Wintersportartikel eingestuft. So bekam Audi recht. Arnsteiner wehrt sich vehement dagegen, daß er als "Trittbrettfahrer" hingestellt wird, der an Audi Lizenzgebühr zahlen solle. Für ihn ist Audi genauso Trittbrettfahrer. Beim deutschen Fachhandel dürften noch rund 20 000 Paar Quattro-Ski lagern. Sie können auch ungehindert verkauft werden, meint man im Hause Blizzard.

*

Rechtzeitig zum 200jährigen Firmenjubiläum wird sich das Düsseldorfer Bankhaus Trinkaus & Burkhardt einem breiten Anlegerpublikum öffnen. Von den 90 Millionen Mark Grundkapital der Bank werden knapp 30 Prozent an der Börse eingeführt, den Rest behält der Großaktionär, die britische Midland Bank. Tatsächlich zu kaufen sind aber nur knapp 23 Prozent oder 410 000 Aktien. Die Anteile der persönlich haftenden Gesellschafter werden zwar auch börsengängig gemacht, unterliegen jedoch einer eineinhalbjährigen Abgabesperre. Der Ausgabekurs von 190 Mark für die Aktie scheint angesichts der Gewinnsituation des Instituts ausgesprochen günstig. Die Nachfrage dürfte vom 17. Oktober an, dem Zeichnungsbeginn, daher entsprechend groß sein. Gesellschafter-Sprecher Herbert H. Jacobi wünscht sich Aktionäre, die die Aktien als Daueranlage betrachten.

Der Kapitaleinsatz der neuen Aktionäre soll denn auch angemessen honoriert werden. Für 1985 wird eine Dividende von acht Mark angepeilt. Einschließlich Steuergutschrift bringen die Aktien damit, bezogen auf den Emissionspreis, eine Rendite von 6,6 Prozent.

*

Wie schwer sich Bundespostminister Christian Schwarz-Schilling damit tut, als Investor von Milliardenbeträgen in angemessener Zeit auch auf seine Kosten zu kommen, zeigt nicht nur die Diskussion um die Verkabelungsgebühren. Ob und wann sich dieses medienpolitische Engagement für das Staatsunternehmen rechnen wird, steht noch in den Sternen. Ähnlich ergeht es dem Behördenchef mit seinem nun zwei Jahre alten Dienst Bildschirmtext (Btx), den er aufgrund von Fehlprognosen bedeutend länger subventionieren muß als geplant. Kostendeckend arbeitet Btx nämlich erst dann, wenn eine Million Teilnehmer das als Massenmedium konzipierte System nutzen.