Bhagwa(h)n ist out. Auch seine Anhänger unter den Lehrern müssen die sektentypische Kluft nun ablegen. Das Auftreten eines Pädagogen in verdächtigen Rottönen bewirkt nach Ansicht des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes eine religiöse Werbung im Unterricht, und die ist verboten. So zwingen die Bajuwaren wieder tristes grau-braunes Flanell- und Cordeinerlei in den Schulalltag. Die Mala, eine Kette mit dem Bildnis des indischen Meisters, tragen die Swamis und Mas unter der Lehrerschaft künftig besser unter dem Hemd.

Während die Hamburger Schulbehörde die ersten Klassenräume an Schrumpfschulen versiegelt (errechnete Ersparnis: 3900 Mark pro Jahr und Raum), hat der Pillenknick Köln erreicht. Dort können viele Hauptschulen zum kommenden Schuljahr mangels Kindern keine großen Eingangsklassen mehr bilden. Nur die Schulen, die zwei Klassen mit ABC-Schützen zu füllen vermögen, sollen überleben, hat die Stadtverwaltung vorgeschlagen. Für 13 der 51 Hauptschulen würde dies auf Dauer das Ende bedeuten. Schon zeichnen sich Proteste gegen das Schulsterben ab: Lehrerverbände und Betroffene wollen lieber kleine statt keine Klassen.

Frauen-Power im Bildungsministerium? Dorothee Wilms findet die Zahl der Ingenieurinnen zu klein. Ganze zwei Prozent Frauen arbeiten in dieser Berufssparte. Ein Forschungsprojekt soll nun klären, wie diese "unbefriedigende Situation" entstehen konnte. Ihr Referat "Fragen der Bildung von Frauen, Ausländern und besonderen Sozialgruppen" erweiterte die Ministerin derweil um "Berufe und Personal im Bildungswesen". Zuständig laut Pressemitteilung: Ein "erfahrener und sachkundiger Beamter". Frauenbildung bleibt doch Männersache.

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Weil vielen ausländischen Studienbewerbern das Abitur fehlt, bietet das Niedersächsische Studienkolleg ihnen Vorbereitungskurse für die Uni an. Kürzlich begrüßten die Kollegiaten sogar 49 saudiarabische Lehrer in ihren Reihen. Also: Nichts gegen das bundesdeutsche Bildungssystem.