In seiner wohl wichtigsten Umbruchphase befindet sich derzeit der Immobilienmarkt in der Bundesrepublik Deutschland. Nach einer Untersuchung des Münchner Instituts für Regional- und Wirtschaftsforschung werden mittelfristig jährlich nur noch 300 000 neue Wohnungen gebaut. Bisher waren es 400 000. Der künftige Markt umfaßt rund 80 000 bis 100 000 Mietwohnungen, 50 000 bis 70 000 Eigentumswohnungen und 120 000 bis 150 000 Eigenheime. Hinzu kommen noch 150 000 bis 200 000 Erwerbsvorgänge im Altbau.

Mit einer allmählichen Stabilisierung auf dem gegenwärtigen niedrigen Niveau rechnet die heimische Bauwirtschaft. Doch die Talsohle werde erst im kommenden Jahr durchschritten mit dem weiteren Abbau von rund 40 000 Arbeitsplätzen. Die Zeit der arbeitslosen Bauarbeiter war im Sommer 1985 gegenüber der Jahresmitte 1984 um fast zwanzig Prozent auf 160 000 gestiegen.

Der Konkurrenzkampf am Weltschiffbaumarkt wird immer härter. Während in den vergangenen Jahren Japan und Südkorea durch Billigangebote weltweit die meisten Aufträge auf sich ziehen konnten, sind jetzt China und Taiwan in den Konkurrenzkampf eingestiegen. Die Misere im europäischen Schiffbau hat sich damit noch verschärft. In der EG wurden 1984 insgesamt 2,3 Millionen Bruttoregistertonnen produziert – eine Einbuße um 56 Prozent seit 1976.

Die Europäische Gemeinschaft hat seit 1976 dreißig Entwicklungsländer mit 3,5 Milliarden Mark unterstützt. Das Geld, das in erster Linie für landwirtschaftliche Projekte verwendet wurde, braucht nicht zurückgezahlt zu werden.