Die Geisteswissenschaften finden zwar nicht bei den High-Tech-Süchtigen, aber beim Normalverbraucher nach wie vor Anklang. Eine Studie der Universität Bamberg, die uns über den externen Vorlesungsbesucher aufklärt, weist auf dessen Vorliebe für die "geistigen Dinge" hin. Ist der Gasthörer, ein bisher unbekanntes Wesen, Akademiker, will er sich meistens beruflich weiterbilden. Ist er dagegen älteren Semesters und Ruheständler, geht er zur Uni, um seine Allgemeinbildung zu erweitern, oder (bei den Frauen) um geistig aktiv zu bleiben.

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Dürftig bleibt der Anteil der Mädchen in "Männerberufen", auch wenn er dank der gleichnamigen Modellversuche in sechs Jahren von 13 000 auf 51 000 gestiegen ist. Die Ergebnisse der Versuche des Bundesbildungsministeriums

beweisen, was eh auf der Hand lag: Mädchen sind nicht dümmer als Jungen und bestehen die Prüfungen zu fast 100 Prozent. Daß müßte überzeugen, denkt man. Doch die Unternehmen üben Zurückhaltung, so daß sich Dorothee Wilms genötigt sieht, wieder einmal an die Einstellungsbereitschaft der Betriebe zu appellieren.

Entlassen wurde ein Kunsterzieher am Kaiserslauterner Burggymnasium, der 1976 der Deutschen Friedens Union beigetreten war. Schließlich, meinte der Regierungspräsident, stünden die Forderungen der Friedensfreunde so ähnlich auch im Programm der DKP. Damit ereilte zum ersten Mal einen Lehrer aus der Friedensbewegung das Berufsverbot. Nun darf Ulrich Foltz aber doch wieder unterrichten: Das Verwaltungsgericht Neustadt hob seine Suspendierung auf. Vorläufig jedenfalls.

D. S.