Bereits ab November sollen die Vorausbuchungsfristen beim Holiday Tarif und für ABC Charterflüge in die USA entfallen.

Wer bisher für seine USA Reise die preisgünstigen ABC Charterflüge (Frankfurt New York und zurück zum Beispiel 989 bis 1129 Mark) oder einen Linienflug zum Hpliday Tarif (1228 bis 1408 Mark) wählte, mußte bis spätestens 30 Tage vor dem Start gebucht haben.

Diese Regelung (das Kürzel ABC steht für "Advanced Booked Charter") war eingeführt worden, um den Flug zum Sonderpreis vom normalen Linienflug abzugrenzen.

Nun aber hat die Lufthansa beim zuständigen Bundesverkehrsministerium beantragt, beim HolidayTarif in die USA die Vorausbuchungsfrist ersatzlos zu streichen.

Das Ministerium hat dieser Bitte entsprochen, es ist auch einem Antrag der "Arbeitsgemeinschaft Deutscher Luftfahrtunternehmen"

gefolgt und hat dieselben Fristen für ABC Flüge aufgehoben. Das war für diese Vereinigung der Charterflieger eine logische Konsequenz.

Die Gründe für diese Lockerungen auf der Transatlantikroute sehen Fachleute in den bestehenden Überkapazitäten. Nach Auskunft von Hemz Benno Schildt, dem Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft, werden in diesem Winter etwa 80 Prozent mehr Flugsitze angeboten als im gleichen Vorjahreszeitraum. Das Überangebot rührt insbesondere von den vermehrten Aktivitäten amerikanischer Fluggesellschaften her, für die Flüge nach Kontinentaleuropa bisher einen wesentlich geringeren Anteil am Gesamtgeschäftsvolumen hatten als bei der europäischen Konkurrenz. Außerdem beklagten deutsche Fluggesellschaften bereits seit längerem die Abwanderungen zu Flughäfen in den Nachbarländern, wo Vorausbuchungsfristen noch nie so streng gehandhabt wurden wie in der Bundesrepublik.