Seit Monaten verharrt die Zahl der Arbeitslosen auf dem "jeweils höchsten Stand seit Bestehen der Bundesrepublik", wie es monoton aus der Bundesanstalt für Arbeit tönt. Gleichzeitig nimmt die durchschnittliche Dauer der Beschäftigungslosigkeit zu. Gegenwärtig sind es fast zwölf Monate.

Dementsprechend wächst der Anteil der Dauerarbeitslosen. Allerdings liegt die Bundesrepublik in dieser Hinsicht international immer noch auf einem mittleren Platz.

Auch wenn der Satz weiterhin gilt, daß eine gute Ausbildung der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit und vor allem vor Dauerarbeitslosigkeit ist - so hat doch in den letzten Jahren der Anteil der Erwerbslosen mit Berufsausbildung stark zugenommen. Es muß deshalb eher heißen, daß die "richtige Ausbildung" vor Erwerbslosigkeit schützt.

Das macht ein Blick auf die Struktur der rund 140 000 unbeschäftigten Akademiker deutlich.

Dabei zeigt sich, daß das Problem der arbeitslosen Hochschulabsolventen vor allem ein Problem der Lehramtskandidaten ist.

Stagnation bei den Arbeitslosen bedeutet allerdings nicht, daß auch die Zahl der Arbeitsplätze stagniert oder gar weiter abnimmt. Seit 1982 hat es eine deutliche Tendenzwende gegeben. Besonders stark war die Zunahme bei den Dienstleistungsberufen - aber leider nicht ausreichend mj