Hoteliers machen bekanntlich ihr Geschäft mit Betten. Das hat zu der in ihren Kreisen offenbar unausrottbaren Überzeugung geführt, die Gäste gingen ihren beruflichen Verpflichtungen im Bett nach. Was dazu führt, daß diese Gäste – hier ist von Geschäftsleuten, nicht von Touristen die Rede – auf dem Bett sitzend Verabredungen treffen, Verhandlungen führen, Flüge Buchen etc. Diese ebenso unwürdige wie unpraktische Position ist unfreiwillig: Das Telephon steht auf dem Nachttisch statt auf dem Arbeitstisch, wo es sinnvollerweise stehen sollte. Mag der Kaufmann, der seine zwei Hunderter pro Nacht hingeblättert hat, doch sehen, wie er seinen Akustickoppler auf dem Plumeau ausbalanciert. Da gibt es Luxushotels, die sich ob ihrer Bemühungen für Geschäftsreisende nicht genug rühmen können, die sogar die Chuzpe haben, ihr Telephon im Klo zu preisen – aber im Zimmer steht der einzige Fernsprecher wie gehabt neben dem Kopfkissen. Viel Vergnügen beim Bettgeflüster. Diese Klagen sind nicht neu und beeindrucken nur wenige Hoteliers. Einige rühmenswerte Ausnahmen pflocken ihre Telephone an Sechs-Meter-Schnüre (viel Spaß mit den Knäueln), wenige bequemen sich sogar, das Kommunikationsgerät auf den Arbeitsplatz zu setzen. Aber die meisten Herbergsväter sitzen das Gästebegehren einfach aus. Ihre deutschen Zunftvertreter haben, Arm in Arm mit der Bundespost, ohnehin schon einen Weg gefunden, wie sie die Plagegeister unter ihren Gästen loswerden: Sie erhöhen die Telephongebühren so lange, bis nur noch Nabobs an der Wählscheibe fingern. Und die Billighuber, die sich von ihren Firmen zurückrufen lassen? Denen geschieht es ganz recht, daß sie auf der Bettkante hocken.

Die überflüssigste Frage der internationalen Gastronomie: „Wie hätten Sie gerne Ihr Steak?“ Das ist völlig Wurst. Bei 94 Prozent aller Bestellungen kommt es – unabhängig vom Kundenwunsch – solide durchgebraten.