„Ergebnisse für 1985 gut, Tendenz für nächstes Jahr steigend“ – das ist das Resultat der jetzt vom Starnberger Studienkreis für Tourismus herausgegebenen „Reiseabsichtsanalyse ’86“ über das Reiseverhalten und die Reiseabsichten der Deutschen.

Zum Thema befragt wurden von der beauftragten Marktforschungsfirma GfK rund 2000 Bundesbürger über 14 Jahre. Die im September/Oktober erstellte Studie zeigt, noch vor Abschluß des Kalenderjahres, bereits positive Ergebnisse: 53 Prozent oder rund 25 Millionen Deutsche machten im Zeitraum von Januar bis September 1985 eine oder mehrere Urlaubsreisen von mindestens fünftägiger Dauer. Davon fuhren 45 Prozent (rund 22 Millionen) einmal, acht Prozent (knapp vier Millionen) zwei- oder dreimal in die Ferien. Verglichen mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 1984 42 Prozent (20,2 Millionen) Urlauber, von denen sieben Prozent (3,4 Millionen) mehrfach verreisten. Die Reiseintensität, so der Studienkreis, dürfte bis zum Jahresende bis über 56 Prozent ansteigen und so an die Spitzenwerte der frühen achtziger Jahre heranreichen.

Unverändert geblieben ist indessen die Rangfolge der Reiseziele: Ein Drittel (32 Prozent oder rund acht Millionen) aller deutschen Urlauber blieb im eigenen Land, 15 Prozent (knapp vier Millionen) der Reisenden verbrachten die Ferien in Italien, Spanien (elf Prozent, 2,8 Millionen) oder Österreich (neun Prozent oder 2,2 Millionen).

Auch die Wahl der Verkehrsmittel weicht nicht vom 84er Ergebnis ab: Mit dem Auto fuhren 62 Prozent der Urlauber in die Ferien, es folgen Flugzeug (15 Prozent), Bahn (zehn Prozent) und Bus (neun Prozent). Auf dem letzten Platz rangieren Motorrad und Schiff mit jeweils einem Prozent.

Die Absicht, im nächsten Jahr wieder zu verreisen, haben 49 Prozent der Bundesbürger (1984: 41 Prozent), davon weiß bereits knapp die Hälfte das Reiseziel, 27 Prozent sind in der Wahl des Ferienortes noch unentschlossen.

Etwa zehn Millionen Deutsche (22 Prozent) wissen überhaupt noch nicht, ob sie im nächsten Jahr in Urlaub fahren werden, das sind jedoch immerhin sechs Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Bundesdeutschen, die 1986 keine Urlaubsreise machen beziehungsweise keinen Urlaub nehmen werden, liegt bei etwa 14 Millionen oder 29 Prozent (Vorjahr 30 Prozent). Brigitte Wolter