Politik

Worte der Woche

"Nicht nur politisch, sondern auch moralisch gerechtfertigt Helmut Kohl Bundeskanzler, über SDI "Wir

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Feuilleton

Märchen mit Witz

maulwürfisch und eine winzige, brillant gesungene Zungenbrecher Partie aus Herman van Veens symphonischem Märchen "Jodocus Quak". Der poetische Harlekin aus Holland vermischt in seiner Fabel Elemente aus Musical, Komödie, Märchen und Parabel.

Kunstkalender

Sammlungen von Kleinodien, die als Bürgerschenkung der Öffentlichkeit übereignet werden, sind Seltenheit.

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DIE ZEIT

Der Patriot

Es war ein Wort der Versöhnung: "Wir haben nur ein Polen. Wir sollten alle polnisch denken, Ich kann nicht bestreiten, daß Jaruzelski ein Patriot ist.

Abschwung

Die Zahl gilt nur vorläufig, aber der Trend stimmt: Die amerikanische Wirtschaft ist 1985 wahrscheinlich nur um 2,4 Prozent und damit so langsam wie seit 1982 nicht mehr gewachsen.

Auf der Spur

Bisher war der Lügendetektor aus der Verbrechensbekämpfung bekannt. Jetzt soll er auch der politischen Wahrheitsfindung dienen.

Abbruch

Wie zu erwarten war, ist der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Bernhard Vogel schon im Bundesrat mit seiner Absicht gescheitert, den Schwangerschaftsabbruch bei sozialer Notlage durch Gesetz zu erschweren.

Zeitspiegel

Im Leitartikel der vorigen Ausgabe hieß es: "Welchen Einfluß Linksextremisten auf die Grünen hätten, wollte Jürgen Todenhöfer wissen; einen Bericht über die mögliche Identifikation des grünen Bundestagsabgeordneten Otto Schily mit dem Terrorismus wünschte er; über linksextremistische Neigungen der grünen Nachrücker wollte er unterrichtet werden; schließlich entblödete er sich nicht, eine Stellungnahme anzufordern, ob die Flick-Affäre nicht vielleicht das Ergebnis östlicher Desinformation sei.

Wolfgang Ebert: Vom Himmel hoch

"Aber wir haben ihnen doch eben erst die Pershing II und die Marschflugkörper geschenkt", wandte Nancy ein. Ronnie: "Wahre Freunde kann man nicht oft genug beschenken.

Gerd Bucerius zu Fragen der Zeit: Der Paragraph 116 und die Regierung

Klar: Kohl scheut Verantwortung, schwierige Fragen "sitzt er aus". Solche Klage habe auch ich oft genug erhoben. Nun folgt Kohl dem dringenden Ersuchen hoher sachverständiger Richter und legt einen Gesetzentwurf zum Paragraph 116 Arbeitsförderungsgesetz (AFG) vor; da ist es wieder falsch: Er hätte – Jahre – auf die Entscheidung der Gerichte warten sollen.

Franke-Prozeß: Wo blieb das Geld?

Gäbe es nicht den holzgetäfelten Saal 113 im wilhelminisch aufgemauerten Bonner Landgericht, amtierten in diesem Saal nicht drei Richter aus Fleisch und Blut, vertraten dort nicht zwei ebensolche Staatsanwälte die Anklage und ließen sich nicht die beiden Angeklagten samt ihren vier Verteidigern auf die Anklage ein – man könnte das Ganze für einen Geisterprozeß halten.

Ein Friedensstifter des Jahres: Mit dem Herzen auf beiden Seiten

Seit es Irland gibt, gibt es die irische Frage. Und immer, wenn eine Antwort darauf gefunden schien, änderten die Iren heimlich die Frage (so klagte vor hundert Jahren der britische Premierminister Gladstone, der die Herrschaft Englands über Irland vergebens zu beenden versuchte).

Freut euch gefälligst!

Wer ein guter Regierungspolitiker ist, entläßt die Bürger nicht ohne seelischen Beistand in die stillen Tage; sie könnten ja auf dumme Gedanken kommen.

Sie verhandeln und verhandeln...

Was geschah wirklich in Genf zwischen Ronald Reagan und Michail Gorbatschow? Und was bringt beides die Zukunft? Die Antwort gibt einer unserer Leser, den wir mit der ZEIT-Maschine In Jahr 1995 entsandten.

Belgien: Die Verhaftung der Terroristen

Ausgerechnet ein italienisches Nachrichtenmagazin schrieb die Überschrift "Arme" Belgien" über einen Bericht, der Terror, Mord und Polizeiversagen hierzulande schilderte.

Rumäniens Rückzug

Rumäniens Staats- und Parteichef Ceauşescu fährt das von ihm abgewirtschaftete Land wieder in die Arme Moskau. Er hat eine engere Zusammenarbeit zwischen den Armeen des Warschauer Pakts proklamiert und seinen Verteidigungsminister abgelöst.

Dienstfahrt ohne Rückkehr

Dawit Wolde Giorgis, als Chef der staatlichen "Relief and Rehabilitation Commission" (RRC) Koordinator der gigantischen Hilfsaktion für Äthiopiens vom Hunger bedrohte Bevölkerung, nahm nie ein Blatt vor den Mund, wenn es galt, den Westen wegen angeblich unzureichender Nothilfe zu schelten.

Bisher nur Rauchsignale

Seit Parteichef Michail Gorbatschow im Kreml eindeutig die Leitlinien der Außenpolitik bestimmt und eine Mäßigung des globalen Engagements anstrebt, ist auch Afghanistan wieder verstärkt in die Schlagzeilen gerückt.

Wem nützen die Reformen?

Ein eisiger Nordwind fegte am 9. Dezember über den Platz des Himmlischen Friedens im Zentrum Pekings. Er ließ die 4000 Demonstranten frösteln, die am Monument der Volkshelden, nur einen Steinwurf vom Mao-Mausoleum entfernt, aufmarschiert waren.

"People not pashas": Auflösung des Empires

Es ist eine Ironie, schrieb A. J. P. Taylor, daß ausgerechnet Labourführer Großbritanniens grandeur im Nahen Osten wiederherstellen wollten – und Konservative sie in der Suezkrise von 1956 über Bord warfen.

Evangelium und Gewalt

Es ist der Einstellung der "Kirchentheologie" zur Gewaltlosigkeit, die sich in einer allgemeinen Verurteilung von allem, was sich mit Gewalt bezeichnen läßt, ausdrückt, nicht gelungen, Gewaltanwendungen in unserer Situation einzudämmen, sondern in Wirklichkeit wurde sie – obgleich unabsichtlich – zu einem entscheidenden Faktor für die neuerliche Eskalation der Gewalt von Seiten des Staates.

Fröhlich auf der Achterbahn

Der Wonnemonat wurde diesmal etwas vorverlegt. Soviel Zufriedenheit, Selbstzufriedenheit und Optimismus hat es zum Jahresschluß schon lange nicht mehr gegeben.

Bonner Kulisse

Bei einem Satz wie diesem – "Eine Wirtschaftsordnung ist um so erfolgreicher, je mehr sich der Staat zurückhält und dem einzelnen seine Freiheit läßt" – nachzulesen in der Regierungserklärung 1983, muß die Meßlatte zwischen Anspruch und Wirklichkeit genau angelegt werden, Schließlich ist mit diesem Satz 1983 die Wende bei den staatseigenen Unternehmen eingeleitet worden.

Wird der Mantel kneifen?

Nun ist das gute Dutzend voll. Zum zwölften Mal hat jetzt die Deutsche Bundesbank eine Vorschau auf ihre Geldpolitik gegeben.

Vermeidbare Pannen

ZEIT: Der Bundesrechnungshof hat vor kurzem erneut festgestellt, daß bei Planung und Durchführung militärischer Beschaffungen erhebliche Mängel bestehen.

Einer gegen alle

Am vergangenen Donnerstag fuhren Herbert Detharding, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Ölkonzerns Mobil Oil, und August F, Karte, Geschäftsführer der German Oil, in die Kanzlei des Hamburger Notars Thomas Cadmus.

Bärendienst für den sozialen Frieden

Norbert Blüm wollte Klarheit schaffen. Ist nun alles klar? Der vom Bundesarbeitsminister ausgearbeitete und vom Kabinett verabschiedete Entwurf für eine Neufassung des Paragraphen 116 des Arbeitsförderungsgesetzes, allgemein als "Streikparagraph" apostrophiert, muß an diesem Vorsatz gemessen werden.

Deutsche Bank als Zugpferd

Zwei Ereignisse haben die Tendenz der demschen Aktienmärkte vor dem Weihnachtsfest entscheidend beeinflußt: der Daimler-Deal der Deutschen Bank und der Beschluß des Zentralbankrates, die Geldmenge auszuweiten, neue Geldmarktpapiere zuzulassen und die Mindestreserven der Kreditinstitute um rund acht Milliarden Mark zu senken.

Zeit spart Geld

Zweitens: Die Wechselkurse der Mitgliedswährungen müssen immer eine Sache gemeinsamer Sorge und – sofern Anpassungen nicht mehr vermeidbar sind – gemeinsamer Entscheidungen aller beteiligten Regierungen sein, um die Konvergenz ihres ökonomischen Verhaltens zu fördern.

Der langsame Abstieg

Für den Dollar geht, gemessen am Wechselkurs zur Mark, ein schwächliches Jahr zu Ende. Vom Höhepunkt der Währungsspekulation Ende Februar ist der Wechselkurs des Greenback bis zum 20.

Zeitraffer

Eine Verbesserung der Ertragslage verzeichnete die Deutsche Bundesbahn in diesem Jahr. Das Defizit des Staatsbetriebes verringerte sich auf 2,95 Milliarden Mark nach 3,12 Milliarden im Jahr 1984.

Zeitliches aus Brüssel

Das Europäische Parlament hat sich am 19. 3. 1958 konstituiert, es ist also 27 Jahre alt. Der britische Außenminister, Sir Geoffrey Howe, erklärte einmal vor seinen Abgeordneten, das englische Parlament habe 600 Jahre um seine Rechte kämpfen müssen.

Planstellen in Gefahr

ZEIT: Nach Ihrer neuesten Modellrechnung könnte die Steuerlast zwischen 1989 und 1995 um weitere 60 Milliarden Mark gesenkt werden.

Manager im Knast

Hart ist es schon. Höhenrausch an der Börse, Bombengeschäfte und Gewinne wie noch nie: 1985 war für die deutsche Wirtschaft das Jahr des großen Geldverdienens.

Länder im Vergleich

In der Bundesrepublik sind derzeit die Preise so niedrig wie schon seit sechzehn Jahren nicht mehr.

Früchte des Sparens

Bei Weihnachtsgebäck und Kaffee verkündete Gerhard Stoltenberg die frohe Botschaft: Die Steuerentlastungen von 1986 und 1988, insgesamt an die zwanzig Milliarden Mark, sind nicht sein letztes Wort.

Dänemark: Sonne, Wind und Mist

Das Dorf Vetter Hjermitslev, etwa 75 Kilometer von Dänemarks Nordspitze entfernt, genießt seit einiger Zeit internationale Aufmerksamkeit.

Die verarmte Provinz

Auf der Fahrt von Newcastle upon Tyne, der Industriestadt im Nordosten Englands, nach Durham, bekannt durch seine Kathedrale und die Universität, macht der Bus einen Umweg und passiert eine Baustelle.

Schaumschläger im Vorstandssessel

Über die erforderlichen Qualitäten der Manager wird viel gesprochen und geschrieben. Eine umfangreiche Literatur erläutert, wie optimal zu führen ist und welche fachlichen Eigenschaften der Mann an der Spitze eines Unternehmens besitzen muß.

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