Palästinensischer Terror, verübt in Rom und Wien von der kriminellen Gruppe um Abu Nidal, schreckt vor nichts zurück. Mord um jeden Preis heißt die Devise. Und zu welchem Zweck? Israel sollte durch die Attentate zur Rache provoziert werden. Hussein und Arafat, die einer diplomatischen Konfliktlösung im Nahen Osten zuneigen, sollten von ihrem Weg des "Verrats" abgebracht werden. Ebenso sollten der Ägypter Mubarak und vielleicht sogar der Syrer Assad eingeschüchtert werden, der nicht zu den Kriegstreibern im Nahen Osten zählt. Nur einer war mit Sicherheit nicht gemeint – der Libyer Ghaddafi, der die jüngsten Bluttaten als "heroische Operationen" feiern ließ.

Nidals Mordgesellen handeln nach der diabolischen Devise, wonach der Zweck jedes Verbrechen heiligt. Darum gilt es, endlich den Zweck aus der Welt zu schaffen: den Irrglauben nämlich, daß allein Krieg und Gewalt den arabisch-israelischen Streit entscheiden können. Solange nicht mit dem Frieden ernst gemacht wird, werden der Hydra des Terrors neue Köpfe wachsen. D. St.