„Robinson“-Urlaub verkauft sich gut: Die Klubs mit den Papageien als Markenzeichen konnten 1985 steigende Buchungszahlen vermelden.

Grund für den Aufwärtstrend war unter anderem die Eröffnung sechs neuer Anlagen, der letzte – der „Schweizerhof“ in Vulpera/Unterengadin – beherbergt seit Mitte Dezember Robinson-Gäste.

Eingeweiht wurden im vergangenen Jahr auch die Klubanlagen „Camyuva“ in der Türkei und „Abou Nawas“ in Tunesien. Erstmals gebucht werden konnten ein Kluburlaub in der süditalienischen Anlage „Apulia“ sowie Winterferien auf der „Schlanitzen Alm“ in Kärnten. Als exotisches Ziel kam Salvador/Brasilien mit dem Klub „Da Bahia“ ins Programm. Geschlossen hat Robinson dagegen den Klub „La Chiappa“ auf Korsika, da er „qualitativ nicht mehr dem Robinson-Standard entsprach“.

Insgesamt rund 150 Millionen Mark investierte die Tochter der TUI und der Steigenberger Hotelgesellschaft 1985 in den Ausbau der Klubkette. Mit den sechs neuen Anlagen stieg die Kapazität um 37 Prozent auf rund 9000 Betten. Die Zahl der Klubgäste wuchs um gut 29 Prozent von 97 200 in 1984 auf rund 126 000.

Während Klubferien in Sri Lanka, Kenia und Brasilien nicht so gut verkauft wurden, waren sowohl die Anlagen in Griechenland als auch in Spanien im Saisondurchschnitt zu 86 Prozent ausgelastet, gefolgt von den italienischen Klubs mit 84 Prozent. Spitzenreiter war der Klub „Apulia“ mit 98 Prozent, gefolgt von „Phocea“ in Griechenland sowie „Jandia Playa“ auf Fuerteventura. Obwohl 1986 keine Kluberöffnungen anstehen, rechnet Robinson damit, daß Gästezahlen und Umsatz zwischen zehn und zwölf Prozent steigen werden.

1987 stehen allerdings dann wieder Eröffnungsfeierlichkeiten an: Bis zum Mai 1987 soll die Klubanlage „Side“ mit 800 Betten fertig werden, der zweite Klub an der türkischen Riviera. Außerdem ist ein Betrieb auf Djerba geplant.

Bei Robinson ist man optimistisch: Die Reiseanalyse „Urlaubsreisen 1984“ des Starnberger Studienkreises für Tourismus zeigte schließlich auf, daß sich rund eine Million Deutsche für Kluburlaub interessieren. Hella Leißner