Einen steigenden Energieverbrauch in der Bundesrepublik Deutschland wird es nach einer Vorausschätzung des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) geben. Demnach soll der Verbrauch 1986 um ein halbes Prozent auf 390 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten gewerblichen Wirtschaft steigen.

Nach einem ernüchternden Jahr 1985 warten die Hersteller von Heim- und Haustextilien noch immer auf eine nachhaltige Belebung der privaten Nachfrage. Vertreter der Branche zeigten sich jedoch angesichts wieder freundlicherer Konsumprognosen für dieses Jahr zurückhaltend optimistisch.

Nur 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr mußten die Bundesbürger 1985 für ihre Lebenshaltung ausgeben. Damit ist das Inflationstempo auf das niedrigste Niveau seit sechzehn Jahren gesunken; 1984 betrug die Preissteigerung noch 2,4 Prozent.

Die Bundesbürger verhielten sich 1985 beim Butterverbrauch wie rationale Konsumenten. Bedingt durch Preissenkungen für ein 250-Gramm-Päckchen um fast 20 Pfennig auf 2,21 im Durchschnitt verbrauchte die Bevölkerung mit durchschnittlich siebeneinhalb Kilogramm ein ganzes Pfund mehr als 1984.

Auch 1986 wird die Nachfrage nach Existenzgründungsprogrammen hoch bleiben. Wie der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Matthias Wissmann, mitteilte, wurden 1985 rund 17 000 Existenzgründungen mit insgesamt rund 250 000 Arbeitsplätzen gefördert.

Reale Hoffnung für eine Ausweitung des innerdeutschen Flugverkehrs sieht der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Lufthansa AG, Heinz Ruhnau. Neben einem Ausbau des Flugverkehrs über die Messeverbindungen nach Leipzig hinaus ist die Lufthansa besonders an einer Fluglinie nach Berlin interessiert. Dabei dürften die freien und garantierten Zugangswege zu der Stadt allerdings nicht gefährdet werden. lo