Termingeschäft: Wie an einer Börse – nur hoffentlich nicht so hektisch – soll es bald im Stubaital zugehen. Den Übernachtungspreis kann nämlich seit Anfang Dezember jeder Gast selbst bestimmen: In der "Betten-Börse Tirol/Stubaital" sind 5000 von insgesamt 12 000 Betten von einem Computer erfaßt. Ein spezielles Programm bestimmt die Höhe des Zimmerpreises – je nachdem, wie groß die Nachfrage ist. Selbstverständlich werden Preistreiberei und Schleuderpreisen Grenzen gesetzt durch Höchst- und Mindesttarife. Mitmachen kann jeder, der einen Anteil an dieser "Börse" im Wert von 3000 Schilling zuzüglich 2000 Schilling Beitrittsgebühr erstrat. Ist der augenblickliche Mietpreis zu hoch, wartet der Kunde, bis die Zimmertarife auf sein Niveau sinken: Dann wird automatisch gebucht. Eine direkte Buchungsleitung besteht zur Zeit zum Sportreise-Veranstalter Sport-Scheck/München und seinen über 600 Buchungsstellen in Deutschland, Auskünfte: Tirol Information, Bozner Platz 6, A-6010 Innsbruck, Tel (0043 52 22) 20 77 70.

Schwarzfahrer: Schornsteinfeger und Kaminkehrer aus ganz Deutschland werden am 8. und 9. Februar im Harzer Ferienort Clausthal-Zellerfeld erwartet. Das Treffen der schwarzen Zunft hat einen besonderen Grund: Die Schornsteinfeger wollen ihren Deutschen Meister im Skilanglauf ermitteln. An Glück wird es den schwarzen Anhängern des weißen Sportes sicher nicht mangeln. Auskünfte: Kurgeschäftsstelle, Bahnhofstraße 5a, 3392 Clausthal-Zellerfeld, Tel. (0 53 23) 70 24.

Eisbeine: Wer gern das Tanzbein schwingt, aber auch eine Vorliebe fürs Schlittschuhlaufen hat, kann in Sils (Graubünden) beides miteinander kombinieren – bei einem Eistanzlehrgang. Zwischen dem 20. Januar und i. Februar unterrichtet Jon Lan, Eistanzweltmeister 1976, Gäste, die elegant über die kalte Fläche gleiten wollen. Für den praktischen Gruppen- und Theorieunterricht sowie die Benutzung der Natureisbahn im Dorfzentrum müssen zukünftige Eistänzer rund 270 Mark zahlen. Für Einzellektionen werden rund 25 Mark berechnet. Unterkünfte mit Halbpension können die Kursusteilnehmer von rund 74 Mark an buchen. Prospekte mit Anmeldung fordern die tanzfreudigen Eisläufer an beim Schweizer Verkehrsbüro. Kaiserstraße 23, 6000 Frankfurt, Tel. (0 69) 25 60 01 24.

Bauherrenmodell: Die kalte Kunst des Schneemannbauens wird alle Winter wieder im Harzer Kurort Altenau praktiziert. Auch in diesem Jahr, von Anfang Februar an, können Einheimische mit Besuchern um die schönste Skulptur aus dem vergänglichen Material wetteifern. Der Phantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Freilich: Wer nicht disqualifiziert werden will, sollte ohne Netz und doppelten Boden arbeiten, Hilfsmittel sind streng verboten. Die Jury reagiert eiskalt, wenn sie etwa versteckte Stützen entdeckt. Falls nicht vorzeitiges Tauwetter die flockige Architektur wegschmelzen läßt, ist am 15. Februar Siegerehrung. Auskünfte über die Kurgeschäftsstelle, Schultal 5, 3396 Altenau.

Überlebenslauf: Tüchtig was einstecken müssen die Teilnehmer des "längsten und härtesten Skilanglaufrennens der Welt", das vom 7. bis zum 12. Februar in der Nähe von Anchorage in Alaska durchgezogen wird. Rund 325 Kilometer sind beim "Iditaski"-Lauf zurückzulegen, gelegentlich bei Temperaturen von bis zu 40 Grad minus, bei eiskaltem Wind und starkem Schneefall. Aus diesem Grund ist eine entsprechende Ausrüstung vonnöten, zum Beispiel Zelt und Schlafsack, Handwerkszeug und Kochgeschirr. Zwar gibt’s alle vierzig Kilometer einen heißen Tee und im Notfall eine Hubschrauber-Rettung, "für sein Überleben", so die Pressemeldung, "ist aber jeder Teilnehmer selbst verantwortlich". Wer all das auf sich nehmen mag, über 18 Jahre alt und gesundheitlich auf der Höhe ist, bekommt nähere Informationen über die Alaska-Vertretung Tourplan, Max-Reger-Straße 27, 2800 Bremen 1.