„Skisafari“ heißt seit ein paar Jahren das Zauberwort, mit dem sportlich ambitionierte Winterurlauber zum Schwingen in täglich anderen Skigebieten animiert werden sollen.

Abwechslung und einen Hauch „Abenteuer suggerieren die Safaris im Schnee, die Skifahrer täglich in andere Regionen führen. Veranstalter, Verkehrsvereine und einzelne Hoteliers umwerben vornehmlich die Alpinskifahrer, freilich gibt es bereits auch Offerten für Loipenfans.

In Südtirol beispielsweise läßt ein Gastwirt die Alpin- und die Langläufer, die in seinem Haus wohnen, täglich im Bus auf anderes Terrain transportieren. „Dolomitenzauber“ nennt sich das Sechs-Tage-Angebot eines Brixener Hotels, die Pauschalpreise schwanken je nach Saison zwischen 450 und 510 Mark. Die Touren führen nicht nur zu den matt schimmernden Dolomitenfelsen, zur Sella-Gruppe oder ins ladinische Abteital, sondern auch zum Kronplatz, dem Skiberg des Pustertals, nach Ratschings bei Sterzing und auf den Brixener Hausberg, die Plose. Langläufer können unter anderem über die Loipen der Seiser Alm, des Antholzer Tals oder des Valser Tals gleiten. Auskünfte: Hotel Grüner Baum/Stremitzer, 1-39042 Brixen, Tel.: (0039 472) 2 13 33.

Jenseits des Brenners, von Thiersee in Nordtirol aus, bietet sich ebenfalls die Gelegenheit, in einer Woche sechs verschiedene Skigebiete zu erkunden. Standort ist das Hotel „Charlotte“ (A-6335 Thiersee, Tel.: [0043 5376] 55 00), in dem eine Woche Halbpension für Safari-Gäste von 2730 Schilling (knapp 400 Mark) an zu buchen ist. Der Preis für das „Skikarussell Tirol“-Paket mit Skipaß, Bustransfer und Skilehrer-Begleitung beträgt 2500 Schilling (etwa 350 Mark). Zielgebiete der Tiroler Bretter-Rallye sind die Hohe Salve und die Steinplatte, der Wilde Kaiser und der Brandstadl bei Scheffau. Rasante Fahrer können schließlich auf die Kitzbüheler „Streif“.

Langläufer lockt in Österreich die steiermärkische Dachstein-Tauern-Region mit einem Safari-Vorschlag, der sechs verschiedene Loipen umfaßt. Allerdings müssen die Sportler sich selber um Quartier und Verpflegung kümmern, und die Ausflüge sind nicht in Gruppen mit Begleitung organisiert. Begonnen wird gemächlich in Ramsau auf der 13 Kilometer langen Loipe um den Kulmberg. Nach konditionsstärkenden Läufen auf den Loipen des Rohrmoser Plateaus, Mitterbergs und des Ennstals gibt es ein 23-Kilometer-Finale auf der Rittisbergloipe in Ramsau. Langlaufpauschalen sind in den Orten Mitterberg und Ramsau zu buchen, Pläne für die Safari-Strecken verteilen die Verkehrsvereine kostenlos. Auskünfte: Gebietsverband Dachstein-Tauern, A-8970 Schladming, Tel.: (0043 3687) 2 33 10.

Nur für Alpine mit fortgeschrittener Fahrtechnik sowie viel Ausdauer und Kraft ist ein Safari-Gefilde Frankreichs zu empfehlen, die savoyardische „Tarentaise“. Tiefschnee- und versierte Pistenfahrer kommen bei der siebentägigen Tour gleichermaßen auf ihre Kosten, erkundet wird nämlich ein Gelände mit immerhin mehr als tausend Kilometern Pisten und 430 Bahnen. In Val Thorens beginnen die Exkursionen mit Guides, die sich der österreichische Skilehrer Pepi Prager (Roc de Peclet – 8573440 Val Thorens, Tel.: [0033 79] 00 01 23), vor acht Jahren ausgedacht hat und seither jährlich im Januar und im März offeriert. Die Kosten variieren je nach Teilnehmerzahl, im März liegen sie zwischen 1480 und 1700 Mark, je nachdem, ob sich die Gruppen aus sechs bis zehn oder aus vier bis fünf Personen zusammensetzen. Zwei Tage lang sind die Gruppen dort in den Bergen unterwegs, danach geht’s weiter nach Méribel und Courchevel, nach La Plague und Les Ares, nach Tignes und nach Val d’Isère. Die Teilnehmer sind bei diesem sportlich anspruchsvollen Unternehmen mit Rucksack unterwegs – denn sie bewegen sich von einem Ort zum anderen ganz zünftig auf eigenen Brettern. me