Die Buam und Madin sollen wieder Spaß in der Schule haben, verlangt ein bildungspolitisches Positionspapier der CSU. Auf Vergnügungen wie „Üben und Wiederholen“, Schulgebet und Kirchenlied einigte sich jetzt die bayerische Landtagsfraktion. Was empfiehlt sie außerdem gegen den Schulfrust? Das Auswendiglernen von Gedichten, auch „Schriftpflege“ und Freude an der Leistung.

Die Hamburger Universität ist der geistigen Produktivität ihrer Angehörigen auf der Spur. Nachweisliche Ausbeute: 106 Bücher im Jahre 1985. Die Hochschullehrer veröffentlichten verkaufsträchtige Paperpacks („Partnersuche – angezeigt“), entdeckten „Kriminalität in Neubausiedlungen“, beschäftigten sich aber auch mit eher abseitigen Gebieten wie dem Erlernen von Zaubersprüchen („Ein Beitrag zur Ethnomedizin der Kakandonen von Naha“), der „Psychologie der Seekrankheit“ oder „Runen, Tamgas und Graffiti aus Asien und Osteuropa“. Publish or perish, das Gutenbergzeitalter lebt weiter.

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Die Orientierungsstufe, liebster Zankapfel in vielen Bundesländern, weil dort womöglich zu wenig Auslese betrieben werde, soll nun in Niedersachsen „weiterentwickelt“ werden. Kultusminister Georg-Berndt Oschatz plant unter anderem, Orientierungsstufen mit Latein oder Französisch anzubieten und schulformbezogene Klassen an Haupt-, Realschulen und Gymnasien zuzulassen. In den Leistungskursen ab Klasse sechs unterrichten nur Lehrer der traditionellen drei Schularten. Damit künftig jeder wieder rechtzeitig weiß, wohin er sich orientieren soll. D. S.