Kreuzfahrtpassagiere planen lange im voraus, deshalb hat Hapag-Lloyd auch jetzt schon die Route der „Europa“ für 1987/88 vorgestellt. Das Schmuckstück der deutschen Seefahrt, gerade vier Jahre alt geworden, wird neben den üblichen Touren im Norden Europas und im Mittelmeer einmal Südamerika umrunden und wieder einmal rund um die Welt schippern. Die Fahrt um den Globus beginnt am 19. Dezember 1987 in Genua und endet 114 Tage später daselbst. Dazwischen liegen Weihnachtstage in Israel (mit Touren zu den heiligen Stätten), Visiten in Arabien, Indien, Südostasien, Australien, Polynesien und an der Westküste Südamerikas; durch den Panamakanal geht es in die Karibik und via Kanaren und Casablanca zurück. Die – natürlich auch in Teilstrecken zu buchende – Fahrt kostet je nach Kabine zwischen 46 920 und 127 700 Mark. 3200 Mark kostet hingegen eine einwöchige Fahrt durch das westliche Mittelmeer, Südnorwegens Fjorde sind schon für 3350 Mark auf Europa-Planken anzusteuern. Alle Preise stehen jetzt schon fest, sie bleiben es auch bis zum 21. März 1988. Rabatte für Frühbucher wie sie die anderen Reedereien zahlen, will Hapag-Lloyd-Touristikchef Wolfgang Matz jedoch nicht einräumen, er hält sie für „etwas unredlich“. Bei einer Auslastung von etwa 82 Prozent und einem Umsatz von rund 109 Millionen Mark im letzten Jahr kann Matz sich diese strikte Preispolitik leisten – zumal die Kreuzfahrten im laufenden Jahr auch schon zu zwei Dritteln verkauft sind. „Aber noch gibt es Platz auf jeder Kreuzfahrt 1986“, betont der Geschäftsführer zugleich. Er kann auf gute Belegungsquoten der „Europa“ verweisen. K. V.