Hat der Dollar jetzt Boden unter den Füßen? Der Wiederanstieg von etwas mehr als 2,20 auf jetzt knapp 2,30 Mark läßt diese Frage als berechtigt erscheinen. Immerhin ist der Dollar im Vergleich zur Mark innerhalb eines Jahres um fast 38 Prozent abgewertet worden. Das geht zahlreichen Exporteuren auf die Nerven. Vergleichsweise besser hat sich das Pfund gehalten, das vor einem Jahr auf nahezu gleicher Höhe wie der Dollar lag und seither „nur“ um knapp zehn Prozent nachgegeben hat – trotz Ölpreisverfalls und der Vertrauensverluste in die Regierungskünste von Margaret Thatcher. Vergleichsweise gut über die Runden ist auch die französische Währung gekommen. Von dieser Seite her besteht kaum Anlaß zu einer Währungskorrektur innerhalb des Europäischen Währungssystems, auch wenn die letzten Wochen den Franc unter Druck gesetzt haben. Der österreichische Schilling hat alle politischen und wirtschaftlichen Skandale der Alpenrepublik bisher gut überstanden.