Einfallslosigkeit schafft Rabauken. Jugendliche reagieren auf Schulen, „die sie als öde und unschön erlebten, mit negativer Gestimmtheit und Aggressivität, die Zerstörungen begünstigten“, heißt es in einem Bericht über Vandalismus in Schulen, den das Bundesbildungsministerium in Auftrag gab. „Geschätzte Objekte“ werden dagegen „eher geschont.“ Ergo: Je gemütlicher die Penne, desto besser fürs Mobiliar.

„Unziemliche Neugier“ wirft die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft dem Kultusminister in Baden-Württemberg vor. Die Schulleiter in Tübingen und Göppingen seien aufgefordert worden, Lehrer, die in Vereinen am Ort tätig waren, namentlich zu melden. „Das riecht nach Datenschutzmißbrauch“, gibt der Sprecher Gerhard Mayer-Vorfelders zu. Doch sei die Aktion eigentlich nur „zum großen Lob“ der Lehrerschaft gestartet worden: Der Landtag wollte wissen, wie stark sich Lehrer für das örtliche Zusammenleben engagieren. Die Gewerkschaft pfeift auf das Lehrerlob und findet: „In welchen Vereinen welche Lehrer tätig sind, geht die Schulverwaltung nichts an.“ D. S.