Wie schlecht geht es den Studenten wirklich? Das Deutsche Studentenwerk und Bonns Bundesbildungsministerin streiten sich, wer die soziale Lage der Studentenschaft am trefflichsten dokumentiert hat. Jeder Vierte könne nur fünf Mark für Mahlzeiten ausgeben, hatte die elfte Sozialerhebung des Hochschul-Informations-Systems in Hannover (HIS) im Dezember herausgefunden. Dorothee Wilms („das sind manipulierte Aussagen“) schickte daraufhin die Interviewer des Allensbacher Instituts auf den Campus. Die befragten zwar nur 1000 Studenten (HIS: 20 000), aber siehe da: Nun kommen 75 Prozent der Studenten doch „mit ihren Einnahmen zurecht“.

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Um das „Recht auf freie Schulwahl“ fürchtet ein Elternverein im Saarland. Gemeinsam mit der FDP und der CDU protestiert er gegen den Gesetzentwurf der Landesregierung, der die Einführung einiger Gesamtschulen und die Schließung anderer Schulen vorsieht. Die Freien Demokraten sehen dadurch die „Waffengleichheit“ zwischen dem dreigliedrigen Schulsystem und den Gesamtschulen verletzt. Also doch: „Kulturkampf“ an der Saar?

Während sich immer mehr Ausländer um gute Deutschkenntnisse bemühen (1984 lernten 75 000 Teilnehmer im Kurs „Deutsch für Ausländer“), hapert es bei den Einheimischen zunehmend am korrekten Umgang mit der Muttersprache. Nur jeder Fünfte ist in der Lage, Worte wie „Rhythmus“ oder „Satellit“ auf Anhieb richtig schreiben zu können, teilt der Kaiserslauterner Arbeitskreis Natürliches Lernen mit. Schuld an der mangelhaften Orthographie: die Gantswordmätode.

D. S.