In rund 130 deutschen Museen kann man sich einen Überblick über technische Entwicklungen der letzten Jahrhunderte verschaffen. Mit diesem Schatz wirbt die Bundesrepublik in In- und Ausland. Hier einige Beispiele.

Die erste brauchbare Schreibmaschine, sie wurde 1866 entwickelt, steht beispielsweise neben rund 100 historischen Geräten im „Deutschen Schreibmaschinenmuseum“ in Bayreuth. Besondere Attraktionen sind hier eine Musiknotenmaschine und eine Schreibmaschine für japanische Schrift.

Rund 130 000 Zeitungen und Zeitschriften aus aller Welt vom 17. Jahrhundert bis heute liegen im internationalen Zeitungsmuseum“ Wer Stadt Aachen aus, darunter Erst- und Letztausgaben, Sonderausgaben und Kuriosa.

Tiefschürfend wird ein Museumsbesuch im Oberharz, wenn technisch Interessierte in das Schaubergwerk von Clausthal-Zellerfeld abfahren: Originalstücke aus dem Erzbergbau – Pferdegaipel und Schmiedehammer beispielsweise – veranschaulichen die damalige schwere Arbeit unter Tage.

Die Entwicklung vom Drehflügler des Leonardo da Vinci bis zum modernen Hubschrauber wird im „Hubschraubermuseum“ in Bückeburg dargestellt: 31 Original-Helikopter, davon gar 16 weltweit einmalige Versionen, sowie Triebwerke, Steuergeräte und Windkanalmodelle sind hier zu bestaunen.

Thema des Fuldaer „Mechanischen Musik-Museums“ sind automatische Spielwerke – mechanische wie pneumatische: 80 spielbare Instrumente wie Orchestrions, elektrische Klaviere, Drehorgeln, uhren und Phonographen; Prunkstück des Museums ist Deutschlands einzige funktionsfähige Kinoorgel aus dem Jahre 1928.

Das „Eisenkunstguß-Museum“ der Buderus AG in Hirzenhain stellt unter anderem Ofenplatten aus dem 16. Jahrhundert sowie Filigranguß aus Berlin, Sayn, Gleiwitz und Lauchhammer aus; anschauen kann man sich hier auch 25 alte Holzmodeln aus dem Besitz der Hirzenhainer Hütte.