Das Unternehmen heißt Mark Producing, und der Firmenname ist gleichzeitig das Programm – es soll Geld produziert werden. Die texanische Tochtergesellschaft von Veba Oel paßt genau in die Philosophie des Vorstandsvorsitzenden Fritz Oschmann, der seit Jahren predigt, nur bei Gas- und Ölförderung sei wirklich Geld zu verdienen.

So nahm denn der Veba-Konzern rund eine Milliarde Mark in die Hand, ersteigerte Konzessionen im Golf von Mexiko und bohrte mit Erfolg. Acht Bohrungen fördern inzwischen. 1985 wurde die Erdgasproduktion fast verdreifacht. Nur der Gewinn läßt auf sich warten. Statt dreistelliger Millionenbeträge, die Oschmann in die Bundesrepublik transferieren wollte, gibt es nicht nur nichts, auf die Beteiligung sind auch noch 200 Millionen Mark abgeschrieben worden.

Des Rätsels Lösung ist natürlich der Preisverfall beim Rohöl. In pessimistischen Rechnungen ging Veba Oel von 18 Dollar je Barrel aus; damit hätte man leben können. Aber inzwischen kostet Öl in den USA nur noch 15 Dollar je Barrel. Bliebe das so, müßte man wohl den Firmennamen ändern – siehe Überschrift. hgk