Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mußte seine Schätzung des Wirtschaftswachstums für 1985 nach unten korrigieren: Das Wachstum in Deutschland erreichte im vergangenen Jahr 2,4 Prozent und nicht – wie im Januar gemeldet – 2,5 Prozent.

Ein Arbeitnehmer, der heute in Rente geht, hat nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft durchschnittlich 91 200 Arbeitsstunden hinter sich. Das sind 15 Prozent seiner gesamten Lebenszeit. Diejenigen Beschäftigten, die kurz nach der Währungsreform aus dem Arbeitsleben ausschieden, hatten hingegen noch 20 Prozent ihres gesamten Lebens arbeitend verbracht. Als Grund für die Entlastung nennt das Kölner Institut den technischen Fortschritt und Produktivitätssteigerungen; sie hätten den Zuwachs an Freizeit möglich gemacht. Für die 90er Jahre erwarten die Experten wieder einen Anstieg der Lebensarbeitszeit.

In Brüssel beschloß die Kommission der Europäischen Gemeinschaft wieder eine Sonderverkaufsaktion für überschüssige Butter, damit der vierhunderttausend Tonnen schwere Altbutterberg endlich abgetragen werden kann. Butter, die mindestens eineinhalb Jahre alt ist, soll in die Sowjetunion verkauft werden, aber auch an Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger und ältere Menschen verbilligt abgegeben werden. ma