Nur noch wenige Länder verlangen von Staatsbürgern der Bundesrepublik Deutschland ein VIsum für die Einreise. Die Kosten für den Sichtvermerk variieren zum Teil erheblich.

Visa für die USA, Australien und die Republik Südafrika werden beispielsweise kostenlos erteilt. Wer eine Ägyptenreise plant, muß für sein Touristenvisum 30 Mark zahlen. Das Visum für Birmatouristen kostet dagegen 25 Mark. Chinareisende müssen mit Visagebühren in Höhe von 17 Mark rechnen. Indien verlangt für einen Sichtvermerk 17,50 DM.

Für Reisen in die osteuropäischen Länder benötigen bundesdeutsche Touristen durchweg ein Visum. Bulgarien berechnet dafür beispielsweise 50,60 Mark (dies gilt jedoch nur für Einzelreisen). Individuell reisenden Rumänienurlaubern wird für 35 Mark ihr Touristenvisum in den Paß gestempelt. Eine „Eilabfertigung“ ist elf Mark teurer.

Polenreisenden, die ein Besuchs- oder Touristenvisum beantragen, werden 37 Mark berechnet, die per Nachnahme zu zahlen sind; bei der Erledigung der Visaangelegenheiten durch die polnische Reiseorganisation Polorbis/Köln kommt pro Reisepaß eine Bearbeitungsgebühr von 20 Mark plus fünf Mark für den Postversand hinzu.

Ein ČSSR-Visum schlägt mit 24 Mark zu Buche, dazu kommen noch Porto und Bearbeitungsgebühren. Sind Rückfragen in der ČSSR nötig, so hat der Tourist die hierdurch entstehenden Kosten selber zu tragen.

Ungarntouristen zahlen für ihr Visum 35 Mark (einmalige Einreise). Wer seinen Antrag über das ungarische Reisebüro IBUSZ/Frankfurt einreicht, muß mit 44 Mark an Gebühren rechnen. Touristenvisa für die Sowjetunion schlagen sich mit 10 Mark im Reisebudget nieder.

Außer den Gebühren für das Visum müssen die Antragsteller noch weitere – wenn auch relativ geringe – Kosten einkalkulieren: Beispielsweise soll oft schon bei der Anforderung des Antragsformulars ein frankierter Rückumschlag mitgeschickt werden; dem ausgefüllten Antrag muß meist ein frankierter Einschreibeumschlag beigelegt sein.

Hella Leißner