Für Schadenfreude über das dreifache Pech der amerikanischen Konkurrenz bestehe kein Grund, betonte ein Manager des europäischen "Ariane"-Programms nach den Explosionen von "Challenger", "Titan" und "Delta". Wie wahr: Am Samstag vergangener Woche scheiterte die "Ariane" beim Versuch, vom Startplatz Kourou in Französisch-Guayana aus einen Nachrichtensatelliten der internationalen Fernmeldeorganisation Intelsat in eine Erdumlaufbahn zu schießen.

Der vierte Verlust einer westlichen Großrakete in Serie (und das vierte Versagen der "Ariane" bei 18 Startversuchen) zeigt zweierlei: Erstens sind die Raketenbauer noch weit von der technischen Routine etwa der Luftverkehrsgesellschaften entfernt. Und zweitens birgt das Geschäft mit dem kommerziellen Transport von Satelliten gewaltige finanzielle Risiken. Für die verlorenen Satelliten zahlten die Versicherungen; für die explodierten Raketen kamen Nasa und ESA auf – letztlich also der Steuerzahler. Wie, wenn ihm das Risiko jetzt zu kostspielig wird? GH