Noch immer gilt fast uneingeschränkt, daß jemand, der einmal einen Arbeitsplatz hat, ihn auch, komme was da mag, behält. Es sei denn, die Gesellschaft macht pleite. Nur 300 000 Italiener haben im vergangenen Jahr ihren Arbeitsplatz verloren. Aber auch Neueinstellungen gibt es in der klassischen Industrie kaum. Ein Grund dafür, daß mehr als die Hälfte aller Arbeitslosen Jugendliche sind, in Süditalien sogar drei Viertel.

Da die Industrie Jahr für Jahr fünf Prozent der Arbeitsplätze abbaut, bleibt nur Hoffnung auf neue Tätigkeit im tertiären Bereich. Sogar die Hauptgewerkschaft CGIL hat jetzt festgestellt, daß sie mit dem Umbau ihrer Organisation und der Einführung von Computern bis zum Terminal in der fernsten Provinz 3000 von 12 000 hauptamtlichen Funktionären einsparen kann. Entlassen wird freilich niemand.