Eine Unsitte stand Pate zu einer guten Idee: "Die Gäste haben uns oft die Tischdecken mit Notizen vollgekritzelt, deshalb haben wir die Blocks angeschafft." Kleine Schreibblocks liegen nun zur Lunchzeit auf den Tischen des von Geschäftsleuten bevorzugten Julien-Restaurants im Hotel "Meridien" in Boston. Eine weitere nachahmenswerte Idee dieses Hotels: Abends finden die Gäste auf ihrem Kissen eine knappe Wettervorhersage für den nächsten Tag.

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Wohin mit dem leeren Koffer im Hotelzimmer? Soll er auf dem verchromten Faltgestell liegenbleiben, das zum Ein- und Auspacken gedacht ist und jeden Reisenden lehrt, was Hoteliers von Gepäck mit weicher Außenhaut halten? Soll er, wo vorhanden, auf dem gepolsterten Bänkchen am Fußende des Bettes ruhen – um Lebensraum auf Zeit zu verschandeln? Soll er, falls er hineinpaßt, in den Schrank und dort die herabhängenden Klamotten zerknittern? Das "SAS Palais Hotel" in Wien hat eine bessere, ein überzeugende Lösung gefunden: Unter der Kofferablage zum Auspacken ist ein offenes Fach, in dem der leere Koffer fast unsichtbar verschwindet. Simpel, aber sinnvoll.

Queen Victoria ist nach der Devise "every day a Hock keeps away the dog" gesund und fröhlich alt geworden. Doch heute scheinen die Untertanen der britischen Krone weniger von Hochheimer und den anderen Gewächsen aus deutschen Landen zu halten. Zumindest gilt dies für die Redakteure des Magazins Business Traveller, die kürzlich in Business-Class-Sitzen internationaler Fluglinien den "Airvine of the year" erschmeckten. Überraschendes Resultat: Die ersten fünf Plätze gingen – in dieser Reihenfolge – an Air New Zealand, South African Airways, Quantas, Pan Am und Air Canada. Die letzten fünf Plätze "errangen" Air France, El Al, TWA, KLM und, als deutlich abgeschlagenes Schlußlicht, British Airways. Lufthansa-Weine wurden zur Gaumenprobe gar nicht hinzugezogen.