Die Talfahrt der Aktienkurse scheint gebremst. Von den Banken sind vorsichtige Anlageempfehlungen zu hören. Zur Stimmungsbesserung hat der Zwischenbericht der Dresdner Bank entscheidend beigetragen. Sie stellt ihren Aktionären einen neuen Rekordgewinn in Aussicht. Von den anderen Großbanken werden ähnlich gute Ergebnisse erwartet.

Nicht überall ist die Kurserholung so deutlich wie bei den Bankaktien. Empfindlich geblieben sind vor allem die Papiere der exportintensiven Unternehmen. Dafür sorgt der ständig fallende Dollarkurs.

Natürlich wird in dieser Situation Ausschau nach Unternehmen gehalten, die vom schwachen Dollar profitieren und die außerdem noch Nutznießer der sich belebenden Binnenkonjunktur zu werden versprechen. Die Auswahl ist allerdings nicht groß. Im Vordergrund stehen zwar die deutschen Warenhauskonzerne. Doch werden ihre Aktien bereits weit über dem Durchschnitt bewertet. Das ist bei den Autoaktien nicht der Fall. Selbst wenn berücksichtigt wird, daß die Autobranche wegen des schwachen Dollars bei den Erträgen Abstriche machen muß, so winken gleichwohl für 1986 wieder gute Abschlüsse. Wenn der Markt nach Abschluß der Sommerpause nachhaltig nach oben schwenkt, dürften Daimler- und VW-Aktien dabei sein.

K. W.