Kein Vierviertelschwein und keine Auftakteule, aber Löffelleid und Schwebetierchen, Kopfsalat und andre Pläsierchen. Jürgen Spohn hat seine gereimten Mini-Texte wohl auch als Hommage an „Ringelstern“ und „Morgennatz“ komponiert: 56 Schnurrpfeifereien, die ein Vollmond-Zyklus aus Federstrichen begleitet – zwanzig Graphiken, die sonderbare Begegnungen festhalten. Eine Ratte zieht ins Tintenfaß, ein Buch mit Eingangsportal, eine Handvoll mit Kugelbäumchen, Krähen, die auf Kaffeekannen ausruhen und Landschaften aus Büroklammer, Reißzwecke und Buntstifttürmchen. Ein amüsantes Bändchen mit Gebrauchslyrik für Leute, die Nonsens mögen –

Jürgen Spohn: „Das Schnepfenköfferchen“; Verlag Thienemann, Stuttgart, 108 S., 16,80 DM. U. B.