Die Verbraucherpreise gehen weiter zurück. Bundesdeutsche Privathaushalte mußten im Juli 0,5 Prozent weniger ausgeben als ein Jahr zuvor, um ihren Lebensstandard aufrechtzuerhalten. Das Statistische Bundesamt nennt die billiger werdenden Mineralölprodukte als Grund dafür.

Solch ein Trend hat Folgen: Die stark rückläufigen Preise für Ölprodukte drücken den Umsatz der Großhändler. Nach 420 Milliarden Mark im ersten Halbjahr 1985 setzten die Unternehmen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres nur noch 400 Milliarden Mark um. Der Absatz stieg jedoch dank der Hamsterkäufe im Heizölgeschäft preisbereinigt um drei Prozent.

Mit Blick auf den Wohnungsbau kann das Baugewerbe jetzt aufatmen. Hypothekenbanken sagten im ersten Halbjahr ’86 für den Wohnungsbau Darlehn in Höhe von 16,3 Milliarden Mark zu. Das entspricht einem Plus von 27 Prozent. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes ist denn auch optimistisch: Der Tiefpunkt sei bald überwunden.