Der von den USA gegen die Mark und den Yen geführte Währungskrieg mit dem Ziel, über eine Dollarabwertung die eigenen Exportchancen zu verbessern und die Importe zu behindern, hat in den letzten Wochen zu einer Befestigung der Mark auf den internationalen Devisenmärkten geführt. Mit 2,07 Mark lag der Dollar nur wenig über seinem langjährigen Tiefststand. Befestigt hat sich gegenüber der Mark der Schweizer Franken. Das überrascht, weil die Inflationsrate der Bundesrepublik – wenn man überhaupt diesen Ausdruck gebrauchen kann – unter derjenigen der Schweiz liegt. Die Bevorzugung des Franken wird einmal auf eine Anhebung der kurzfristigen Zinsen in der Schweiz zurückgeführt, zum anderen spiegelt sich in dem festen Franken die Vertrauensstellung wider, die von der Schweiz als „politisch zuverlässiges Land“ eingenommen wird.