Paris, Charles de Gaulle. Der Transferbus, der, wenn’s halbwegs zügig geht, in 45 Minuten den Flughafen Orly Ouest mit dem Flughafen Charles de Gaulle verbindet, stoppt vor dem Terminal.

Wer mit Air France ins europäische Ausland fliegen will, hat hier auszusteigen. (Das weiß er allerdings nur, wenn er zufällig auf die Beschilderungen geachtet hat. Durchsagen fallen nämlich auf dieser Fahrt flach.)

Die Klappen zum Kofferraum sind geöffnet. Daneben steht freundlich lächelnd der Chauffeur. So weit, so gut, nur weit und breit keiner, der Anstalten macht, das Gepäck auszuladen. Die ersten Passagiere greifen beherzt zu. Zwei Damen, nicht mehr die jüngsten und nicht eben im Freizeitdreß gewandet, zögern hilfeheischend noch ein paar Sekunden – ihre Koffer ruhen tief im Bauch des Busses. Nichts passiert. Der Chauffeur lächelt noch immer freundlich, die Arme fest vor der Brust verschränkt, ein Gepäckträger ist nicht in Sicht.

So robben Mesdames auf allen vieren in den hintersten Winkel des Kofferraumes, um ihre Habseligkeiten gehobener Preisklasse herauszuangeln. Übrigens: Der Transfer kostet für Passagiere, die nicht mit der Air France fliegen, immerhin 58 Franc, knapp 20 Mark.

Strahlende Sonnentage sind nicht gerade das, was einem Geschäftsreisenden seine Touren versüßt. Wie viele andere säße man dann gerne im Schwimmbad, zöge durch die Berge oder erfreute sich anderer Dinge, als mit dem Aktenköfferchen in der Hand und der Uhr unter der Manschette den Terminen nachzuhetzen. Einen Abglanz vom Freizeitglück kann man neuerdings auch für Geschäftsreisen mieten: Interrent verleiht jetzt Cabriolets. Wer zu jener Kaste in seiner Firma gehört, der sich unterwegs der automobilen Mittelklasse oder gar der gehobenen Mittelklasse bedienen darf, kann auch oben ohne fahren: Das Golf Cabrio kostet soviel wie ein Audi 100 CC, ein Mercedes 200 Automatic oder ein BMW 525i. Und das schmucke BMW-325i-Cabrio kann man zum selben Tarif ermieten wie einen Mercedes 260 Automatic. Natürlich stehen die Stoffdach-Mobile bei Interrent nicht in hoher Zahl herum, deshalb empfiehlt sich eine rechtzeitige Reservierung der Frischluftmodelle – mit Wetterrisiko. Wenn’s am Miettag Katzen und Hunde regnet, hätte man vielleicht doch lieber die vertraute Limousine. Aber auch in der kommt dann kaum Stimmung auf.

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Leicht machen es die Eidgenossen neuerdings ihren ausländischen Gästen, die das Land per Flugzeug erreichen und es per Bahn bereisen. Swissair und die Schweizer Bundesbahn haben sich zusammengetan und nehmen den Reisende den Gepäcktransport ab. Man muß indessen nicht mit Swissair fliegen, um den Einreise-Service „Welcome-Gepäck“ (Kostenpunkt etwa 8,50 Mark für Einzel-, 6 Mark für Gruppenreisen) in Anspruch nehmen zu können. Wer auf den Bahnhöfen in Zürick, Genf oder Basel ein beliebiges gültiges Flugticket vorlegt, der kann von dort aus seinen Koffer in beinah jeden Schweizer Ort mit Bahnhof oder Postauto-Station verfrachten lassen und sich selber unbeschwert im Zug auf den Weg machen. Damit auch bloß keine Unklarheiten herrschen, haben die ordnungsliebenden Schweizer sogar in einem eigenen Faltblättchen penibel aufgelistet, wie viele Stunden der Gepäcktransfer jeweils in Anspruch nimmt. Normalerweise aber klärt auch der Schalterbeamte bei der Kofferübergabe den Kunden auf, ob er seine Habseligkeiten am Zielort gleich bei der Ankunft oder erst Minuten bis Stunden danach wieder in Empfang nehmen kann.