In Europa können sich nur die bundesdeutschen Busreisenden auf die Qualitätsaussagen von Sternchen verlassen.

Mit dem griffigen Slogan „Der Bus hat Klasse, wenn die Sterne stimmen“ machte in diesem Jahr die „Gütegemeinschaft Buskomfort“ (gbk) auf ihr Markenprodukt aufmerksam. Da sind mehr als 2000 Busse, die sich von den knapp 25 000 Bussen (ohne Linienbusse), die auf Deutschlands Straßen rollen, durch Sterne am Heckfenster unterscheiden – Markenzeichen für eine bestimmte Qualität und einen gewissen Komfort, die jedes Jahr aufs neue unter die kritische Lupe von Testern genommen werden. Dabei signalisiert die Anzahl der Sterne – von eins bis vier –, daß in jeder Klasse jeder Sternchen-Bus eine garantierte Mindestausstattung haben muß. Das bedeutet, der Reisende weiß bereits vorher, was ihm die Sterne versprechen – vorausgesetzt, er kennt ihre Bedeutung.

So muß ein Ein-Sterne-Bus einen Sitzabstand von mindestens 68 Zentimeter haben, bei Vis-à-vis-Sitzen sogar 130 Zentimeter. Die Höhe der Rückenlehne muß mindestens 52 Zentimeter messen. Ein Muß ist auch ein Aschenbecher pro Sitzbank – Nichtraucherzonen ausgenommen. Ferner muß der Ein-Sterne-Bus über eine Radio- und Mikrophonanlage sowie über eine motorunabhängige Heizung verfügen.

Diese gehört auch zur Mindestausstattung des Zwei-Sterne-Ausflugsbusses. Hier allerdings beträgt der Sitzabstand schon 72 Zentimeter, der Sitzabstand vis-à-vis 138 Zentimeter. Ansonsten wird die gleiche Grundausstattung wie bei einem Ein-Sterne-Gefährt um eine Tonband-Kassettenanlage, Gepäckablage und um die Nachtbeleuchtung ergänzt.

Auf dieser Zwei-Sterne-Grundausstattung fugen auch Komfort und Qualität des dreifach sterngeschmückten Reisebusses. Gefordert sind hier darüberhinaus gangseitige Armlehnen, 50 Zentimeter Sitzplatzbreite, Frischluftzufuhr durch Raumlüftung mit „mindestens dreißigfachem Luftdurchsatz pro Stunde auch bei stehendem Bus“ (gbk) sowie eine thermostatisch geregelte Raumtemperatur. Im Gegensatz zum Zwei-Sterne-Autobus muß, der Reisebus Rollos oder Vorhänge an den Seitenfenstern haben. Auch müssen die Rückenlehnen aus der Senkrechten um mindestens 25 Grad verstellt werden können. Die Gütestufe drei verlangt einen Mindestsitzabstand von 77 Zentimetern und 148 Zentimetern für den Abstand von Vis-à-vis-Sitzen. Höhe der Rückenlehne: mindestens 68 Zentimeter.

Der Jet unter den Qualitätsbussen ist der Fernreisebus mit vier Sternen. Bei ihm beträgt der Mindestabstand zwischen den Sitzplätzen bereits 83 Zentimeter, bei Visä-vis-Plätzen 160 Zentimeter, während die Höhe der Rückenlehne identisch mit der des Reisebusses ist: 68 Zentimeter.

Aufbauend auf die Ausstattung des Reisebusses addieren sich aber zur Luxusausführung des Vier-Sterne-Busses eine Reihe von Extras, die das Reisen erst bequem machen. So dürfen keine Radkästen oder sonstige Konstruktionen in den Fußraum ragen – ausgenommen die Heizkanäle in einer Breite von 15 Zentimetern an den Seitenwänden der Busse. Die Rückenlehnen sind im Fernreisebus bereits um 35 Grad zu verstellen. Dann muß pro Sitz eine Fußstütze vorhanden sein, ebenso eine Leselampe, und ein Fahrgasttisch, ferner dürfen die Seitenscheiben nicht beschlagen, muß ein WC und Waschraum an Bord sein sowie ein Kühlschrank mit Rauminhalt „für mindestens eine 0,3-1-Flasche oder Dose pro Sitzplatz“ (gbk). In der Regel verfügen die Vier-Sterne-Busse auch über eine Bordküche, eine Garderobe und Air-condition. Über welche Einrichtungen ein Vier-Sterne-Bus verfügt, ist auf den Prüfplaketten zu sehen, die am Heckfenster der Busse kleben.