Abraham a Sancta Clara wunderte sich einst, warum denn „Toback, der Soldaten gewöhnliches Konfekt“, nicht herba militaris hieß. Qualmten doch zumal die Kriegsknechte wie die Teufel und half das Zeug doch gegen Hunger und Furcht, Pest und Cholera, im Feld wie in der Stube.

Sollte etwa Krieg (heute: Friedenssicherung) von Nichtrauchern gar nicht zu bewerkstelligen sein? Köhlerglaube! Ohne Rauch geht’s auch. Rauchen ist nämlich nichts als ungesund, ein Mann mit Lulle jedenfalls von sofort an kein guter amerikanischer Soldat mehr. Falls nicht alles täuscht, wird es den zigarettenbringenden Gl künftig nie und nirgends mehr geben. Der amerikanische Verteidigungsminister Weinberger hat nämlich der US-Army – weltweit! – Rauchverbot erteilt: Im Dienst gilt für die 780 000 Armisten und 450 000 Zivilisten seit neuestem die umweltfreundliche Order „No Smoking“. Befehlsverweigerung, etwa das altbekannte Rauchen auf der Latrine, wird jetzt geahndet.

Ob dies dem uralten Drang nach „Geschmack von Freiheit und Abenteuer“ Abbruch tut, bleibt abzuwarten. Nicht auszudenken, wenn die uniformierten Nichtraucher wieder anfingen, für die Glimmstengel meilenweit zu marschieren ... E. B.