Mit einem sogenannten „Umwelt-Abo“ sollen Autofahrer von der Straße auf die Schiene gelockt werden. Geht es nach dem Willen des Vorstands der Deutschen Bundesbahn (DB), so könnten Pendler zum Preis von zehn Monatskarten eine Jahreskarte erwerben. Dieses Angebot ist Teil einer neuen Tarifstruktur. Auch auf langen Strecken soll das Bahnfahren teilweise preiswerter werden. Wenn DB-Verwaltungsrat und Bundesverkehrsminister Werner Dollinger dem Vorstand grünes Licht geben, könnten die ausgeklügelten Tarife schon ab dem 1. Dezember dieses Jahres gelten.

Selbst wenn die Bahn aufgrund ihrer Lockangebote demnächst mit neuen Reisenden rechnen kann, werden die Grundprobleme des bundeseigenen Unternehmens nicht gelöst sein. So spricht die Deutsche Bundesbank in einer Untersuchung zwar von gewissen Erfolgen des Bahn-Vorstandes beim Abbau der Milliarden-Verluste; die Frankfurter Volkswirte bemängeln aber: die Bahn unterhalte immer noch in bestimmten Bereichen zu große Kapazitäten und biete ungenügend gefragte Leistungen an.

Immer mehr bundesdeutsche Autofahrer finden Gefallen an ausländischen Fabrikaten. Das können die Kraftfahrzeugimporteure ihren Büchern entnehmen. Unterm Strich weisen sie im ersten Halbjahr 1986 ein Plus von 27 Prozent gegenüber den ersten sechs Monaten des Vorjahres aus. Ihr Anteil am Gesamtmarkt stieg von 27,4 auf 29,7 Prozent.

Steuerfahnder sind gute Geldeintreiber. Das bewiesen sie wieder einmal im vergangenen Jahr: Dank ihrer Prüfungen füllte sich 1985 das Staatssäckel um zusätzliche 831,2 Millionen Mark. Das sind 86,8 Millionen Mark mehr als 1984. kah