USA umsonst und das ein Jahr lang: Erstmals seit vielen Jahren ist die Vermittlung von Au-pair-Aufenthalten in amerikanischen Gastfamilien wieder möglich.

Vor 13 Jahren haben die Vereinigten Staaten ihre Grenzen für Au-pair-Jobs dicht gemacht. Der Grund: Häufig kam es zu Streit und Konflikten zwischen Gastfamilien und Au-pairs, und die ausländischen Gäste nutzen das begehrte Arbeitsvisum, um sich anderweitig einen – oft besser bezahlten – Job zu suchen. Viele Jugendliche gingen trotz des Verbots als illegale Arbeitskräfte in die Vereinigten Staaten und waren auf Gedeih und Verderb auf ihre Gastfamilien angewiesen. Wer aufmuckte und den Behörden auffiel, riskierte die Abschiebung und ein fünfjähriges Einreiseverbot. Seit diesem Sommer kann wieder legal vermittelt und gearbeitet werden.

In der Bundesrepublik haben zwei Organisationen die Vermittlung übernommen. Es sind dies:

– Das Experiment, Postfach 15 26, 4990 Lübbecke 1, Tel. (0 57 41) 52 80

– Gesellschaft für internationale Jugendkontakte, Am Helpert 32-34, 5300 Bonn, Tel. (02 28) 32 26 49.

Die Bewerbungsunterlagen für den Au-pair-Aufenthalt müssen angefordert werden bei der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung, Abteilung Ausland, Feuerbachstraße 42-46, 6000 Frankfurt 1, Tel. (0 69) 7 11 12 34.

Die Anforderungen an die USA-Au-pairs sind hoch: Die Arbeitszeit beträgt rund 50 Stunden pro Woche an fünfeinhalb Tagen, Aufgabengebiet ist vorwiegend die Betreuung der Kinder; Hausarbeit spielt nur eine untergeordnete Rolle. Dafür wird im Vergleich zu Aupair-Aufenthalten in europäischen Ländern viel geboten: Die Gastfamilie zahlt den Flug, die Reisekosten vom New Yorker Flughafen zum Wohnort sowie ein wöchentliches Taschengeld von mindestens 100 Dollar. Unterkunft und Verpflegung sind frei. Außerdem wird den ausländischen Gästen eine Ausbildungsbeihilfe von 300 Dollar pro Jahr für den Besuch von Sprachkursen oder anderen Fortbildungsveranstaltungen gewährt.