Die Baubranche ist wirtschaftlich gesehen über den Berg. Zu 59 Prozent ausgelastet, kann sie nach fünf harten Jahren jetzt aufatmen. Die Wirtschaftsforscher des Ifo-Instituts errechneten anhand der Juli-Zahlen ein Auftragspolster von durchschnittlich 2,2 Monaten in der Bauwirtschaft. Im Handel hat sich dagegen die Geschäftslage nicht weiter verbessert. Was die Industrie anbelangt, so bekommen die Münchner Wissenschaftler eher skeptische Antworten auf Fragen zu den Konjunkturaussichten. Das langsame Wachstum der Produktion dürfte danach anhalten.

In den Augen ausländischer Firmen ist die Bundesrepublik ein attraktives Land. Das kann aus den deutlich gestiegenen Direktinvestitionen geschlossen werden. Sie machten in den ersten Monaten dieses Jahres 3,3 Milliarden Mark aus – nach 1,76 Milliarden im ersten Halbjahr 1985. Bei den ausländischen Investoren sind die USA erstmals seit langem nicht mehr auf den vordersten Plätzen vertreten. Briten, Schweizer und Niederländer machen hierzulande vielmehr das Rennen. kah