Feuilleton

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Der Präsident war tief in seinen Sessel gesunken.

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DIE ZEIT

Königlich

Die Bundesrepublik – Provisorium oder Heimat? Wem es in der nackten Politik zu kalt wird, wer sich nach dem weichen Plüsch angenehmer Begleitgefühle sehnt, der kommt in unserer Nachkriegsdemokratie nicht so leicht auf seine Kosten.

Spiel mit Muskeln

Welch Kriegsgeschrei in den letzten Tagen: eine amerikanische Armada nahe der libyschen Küste, neue Kampfbomber startklar auf US-Flugplätzen in Spanien und England.

Lehren ziehen

Da haben sich nun in Wien die Staaten, die Kernkraftwerke betreiben, gegenseitig versprochen, über Störfälle künftig schnell und ausgiebig zu informieren.

Billigangebote

Den Strick, an dem sie uns aufhängen können, haben wir Kapitalisten den Sowjets bisher nicht geliefert. Insofern harrt Lenins Vorhersage noch der Bestätigung.

Worte der Woche

"Man könnte ja fast wehmütig werden bei der Erinnerung an den Alten Fritz. An seinem Tisch hat immerhin noch Voltaire Platz gefunden.

Zeitspiegel

Als Alexandre de Marenches 1970 zum Chef des französischen Geheimdienstes ernannt wurde, tat er zunächst das, was jeder neue Hausherr zu tun pflegt: Er besichtigte die Räumlichkeiten und Baulichkeiten.

Im Kampf gegen den Müll

Pro Jahr fällt in der Bundesrepublik eine halbe Milliarde Tonnen Abfall an – wohin damit?

Amerikas Libyen-Politik: Ghaddafi wieder im Visier

Nach dem Bombenangriff auf Tripolis und Bengasi am 15. April dieses Jahres sagte die Sowjetunion das für Mai anberaumte Treffen ihres Außenministers Schewardnadse mit seinem amerikanischen Kollegen Shultz ab.

Hungersnot in Afrika: "Wir hören die Schreie"

In Afrika bahnt sich eine neue Katastrophe an. Zwei Millionen Menschen, so schätzt das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen, sind im Süden des Sudan vom Hungertod bedroht.

Asylanten: Der Kanzler hält still

Zwischen seiner Rückkehr vom Urlaub am Wolfgangsee und seinem ersten Auftritt im bayerischen Landtagswahlkampf lag für Bundeskanzler Helmut Kohl eine Kabinettssitzung in Bonn, von der er dem Volk energische Beschlüsse versprochen hatte: Endlich müsse etwas geschehen, um dem "Asylantenstrom", der die Republik zu überschwemmen.

Zeitgeschichte: Flucht ins eigene Land

Historische Reminiszenz: Am 18. Januar 1950 debattierte der Deutsche Bundestag darüber, wie man sich angesichts eigener Arbeitslosigkeit und Wohnungsnot gegen den Zustrom von Deutschen aus der DDR über die damals noch offene Grenze am besten schützen könnte.

Rückkehr zu alten Träumen

Es war eine Debatte ohne Glanzlichter. Die Sozialdemokraten in Nürnberg waren sich einig, der Leitantrag zur Friedens- und Sicherheitspolitik sei ein brauchbarer Kompromiß.

Ohne große Pendelschläge

Keine kollektive Weisheit sorgt dafür, daß die gewählte Spitze der SPD die Bandbreite der Partei in allen Schattierungen ganz genau wiedergibt.

Vater der Neutralität

Ein Vierteljahrhundert lang bestimmte er die Politik seines Landes – im Innern wie nach draußen: Urho Kaleva Kekkonen, der ehemalige finnische Staatspräsident, der Autorität besaß wie kein zweiter Politiker in einer Demokratie, und der sich auch nicht scheute, sie zu nutzen.

Grüne: Freundlicher Empfang in der DDR

Die Grünen zeigten wieder einmal, daß sie anders sind als die anderen Parteien. Die Delegation der grünen Bundestagsfraktion, die auf Einladung des DDR-Volkskammerpräsidenten Horst Sindermann nach Ost-Berlin kam, bestärkte die DDR in ihrer freizügigen Haltung gegenüber den Asylbewerbern.

Honecker: Signale aus Leipzig?

Alle reden vom Wetter, der SED-Chef auch. Als ihn Hans Otto Bräutigam auf die „Schatten“ in den politischen Beziehungen ansprach, die es im Augenblick zwischen beiden deutschen Staaten gebe, wich Erich Honecker mit einer Betrachtung über die Launen des Wetters aus: „Heute früh, als ich in Berlin weggefahren bin, hat es geregnet.

Frankfurter Stadtgeschichte: Abgeschoben in den Hinterhof

Frankfurt sucht weiterhin sein historisches Gedächtnis. In einer Stadt, die zum Synonym für postmodernes Bauen geworden ist, gerät eine solche Suche zwangsläufig zum Grenzgang zwischen Kommerz und Politik, Geschichte und Moral.

Erfolge im Autobahn-Land

Bauen die Japaner vielleicht doch die besseren, preiswerteren Autos – entgegen der Meinung fast aller Tester hierzulande, freilich vieler voreingenommener? Oder verstehen sich die Japaner trefflicher als ihre deutschen Kollegen auf die Kunst des Verkaufens? Fest steht: Irgend etwas Wichtiges in diesem Geschäft müssen die fernöstlichen Konkurrenten von Volkswagen, Opel und Ford perfekter können, sonst wären sie in den vergangenen zehn Jahren nicht so erfolgreich gewesen auf dem deutschen Markt, dem angeblich schwierigsten der Welt.

Die perfekte Herausforderung

Den potentiellen Kunden klingt die Botschaft aus Japan wie Musik in den Ohren. In der Branche hat sie hingegen schrille Mißtöne erzeugt.

Wolfgang Gehrmann:: Die heimliche Harmonie

Sozial – im Namen der traditionsreichen Partei steht der Begriff ganz vorn. Doch als die Sozialdemokraten jetzt in Nürnberg die Grundzüge ihrer künftigen Politik diskutierten, da kam das Soziale ziemlich zum Schluß.

Bonner Kulisse

Eigentlich sollte die endgültige Entscheidung über den Bau eines deutsch-französischen Panzerabwehrhubschraubers (PAH-2) schon im Frühjahr gefallen sein, dann sollte es Sommer werden.

Wirtschaftspolitik: Kurzsichtig

Die Bundesrepublik und Japan werden in diesem Jahr die höchsten Handelsbilanzüberschüsse ihrer Geschichte erzielen. Allein die deutsche Wirtschaft wird 1985 für rund hundert Milliarden Mark mehr Waren aus- als einführen.

Agrarpolitik: Ranzig

Es muß einem deutschen Landwirtschafts minister, der ebenso wie seine elf Kollegen aus den elf Partnerstaaten der Europäischen Gemeinschaft ständig an einem in sich perversen Agrarsystem herumlaboriert, richtig wohl ums Herz sein, wenn er einen verrückten Tatbestand ausnahmsweise auch öffentlich so nennen darf.

Flieger gegen Bürokraten

Man kann nicht jedermanns Darling sein“, ist einer der Lieblingssprüche des Lufthansa-Chefs Heinz Ruhnau. Er hat dieser Tage Anlaß, sich diesen Spruch immer wieder vorzusagen, denn mit einem Bericht von vierzig Schreibmaschinenseiten plus Anschreiben an die Führungskreise eins und zwei der Deutschen Lufthansa, an die Direktoren und Hauptabteilungsleiter also, hat Ruhnau vor allem in der Kölner Hauptverwaltung für Aufregung und Empörung gesorgt.

Karrieren: Die Lottokönige

Glückszahlen-Ansagerin Karin Tietze-Ludwig ist Opfer eindeutiger Anträge. "Wenn ich Sie weiterhin verehren soll", heißt es in einem Brief, "dann sagen Sie am nächsten Sonnabend meine Zahlen.

Hongkong: Kriminelle mit Lizenz

Wenn es um Formfragen geht, halten Hongkongs Gangster sich gern an die Vorschriften. Sie gründen Firmen nach dem Companies Ordinance Gesetz und melden Vereine an unter dem Societies Ordinance Act.

Dänemark: Weltmeister im Haushalten

Es ist eine mittlere Sensation: Der dänische Staatshaushalt wird im nächsten Jahr mit einem Überschuß abschließen. Vielleicht gibt der Finanzminister sogar schon in diesem Jahr weniger aus als er einnimmt.

Markt-Report: Geheimtip Rohstoffwerte

Langsam und unter Schwankungen nähert sich der deutsche Aktienindex wieder seinem bisherigen Höchststand. Ausschlaggebend dafür sind in erster Linie Kaufaufträge aus dem Ausland.

AUTOSELLER

Knapp sechzehn Prozent oder 234 000 Personenwagen mehr als im selben Zeitraum 1985, dem Jahr der verkaufshemmenden Diskussion um den Katalysator, kamen nun in den ersten sieben Monaten neu in den Verkehr.

MANAGER UND MÄRKTE

Wolfgang Kartte, Präsident des Bundeskartellamtes hatte Grund zur Freude: Ende August ging eine Liaison im Lebensmittelhandel zu Bruch, die den Berliner Beamten stets ein Dorn im Auge war.

ZEITRAFFER

In den Augen der Industrie gehört die Bundesrepublik zu den Wachstumsvorreitern der westlichen Welt. Begründet wird diese Ansicht mit Blick auf das diesjährige Wachstum des Bruttosozialprodukts von geschätzten drei Prozent und einer noch höheren Zunahme der realen Binnennachfrage.

Ich klebe nicht am Mandat

ZEIT: Herr Grünbeck, Sie sitzen für die FDP im Parlamentarischen Untersuchungsausschuß Neue Heimat. Es ist bekannt geworden, daß Ihre Firma, die Grünbeck Wasseraufbereitung GmbH, Geschäfte mit der Neuen Heimat gemacht hat.

Von Horror keine Spur

Ein Überblick über die wichtigsten Szenarien zum Ausstieg aus der Kernenergie

Zeppeline statt Tornados

Die Produktion ziviler Güter soll die Auftragslücke bei den Rüstungsfirmen stopfen

Kleiner machen, Heute

Es war einer dieser englischen Sonntage im Juni; kühler Wind, der Himmel grau. Plötzlich Blitzlichtgewitter. Großbritanniens bekanntestes Mannequin, die Prinzessin von Wales, betrat den Park von Windsor.

In Köln wird eine Woche lang die Vollendung des größten Kulturhaus der Nachkriegszeit gefeiert. Das "Altstadt/Dom-Rhein-Projekt" bietet mit 10 000 Quadratmetern zwei Museen und in der Philharmonie 2000 Konzertbesuchern Platz. Wir berichten über die Geschichte des Doppelmuseums und die ungewöhnliche Leistung der Architekten (Seite 45).: Die Macht am Rhein

Köln strahlt: im Licht der Abendsonne holt die Kamera des Photographen aus der silbrig matten Zinkblechhaut, mit der die sanftbewegte, backsteinrote Sheddach-Architektur des neuen Mehrzweckhauses für die Kunst optisch akzentuiert und faktisch geschützt wird, Goldtöne hervor, als war’s der Dreikönigsschrein im Gotteshaus nebenan.

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