Antonio Tabucchis Erzählungen zeigen mehr als "Kleine Mißverständnisse ohne Bedeutung"

Von Barbara von Becker

Was macht ein noch junger, von der Erotik alter Autos und dem ennui des Lebens gefangener Mann, der seine Dissertation zum Thema Les impressions de Proust en automobile nicht beendet hat – wenn ihm die Teilnahme an einer Rallye in einem Bugatti Royale, Baujahr 27, angeboten wird? Und dazu die Begleitung einer schönen, geheimnisvollen, um ihr Leben fürchtenden Gräfin?

Natürlich kann der Autoliebhaber in Antonio Tabucchis Erzählung "Rätsel" dieser doppelten Verführung nicht widerstehen. Der 43 Jahre alte italienische Professor für portugiesische Literatur zieht so den animierten Leser in die amüsantspannende Geschichte eines an Überraschungen reichen Buches. Der Band –

Antonio Tabucchi:

Kleine Mißverständnisse ohne Bedeutung

Erzählungen; aus dem Italienischen von Karin Fleischanderl; Hanser Verlag, München 1986; 181 S., 29,80 DM