Wer in Europas Duty-free-Shops einkauft, muß mit erheblichen Preisunterschieden rechnen.

Die Krawatte von Gucci oder das Seidentuch von Hermes kann in europäischen Duty-free-Shops in Flughäfen, auf Fährschiffen oder in den Jets billiger als in den Ladengeschäften der jeweiligen Stadt sein – muß es aber nicht. Dagegen macht der Duty-free-Shop-Käufer immer einen guten Schnitt im Vergleich zu den örtlichen Geschäften, wenn er sich auf den Kauf der "klassischen" Waren wie Alkoholika, Parfüms und Zigaretten beschränkt. Aber auch Kameras und Filme können in Duty-free-Shops zum Teil erheblich günstiger als im Facheinzelhandel erworben werden. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Europäischen Verbraucherbüros (BEUC) in Brüssel, das jetzt in Bonn (über die Arbeitsgemeinschaft der Verbraucher) die Resultate der Öffentlichkeit vorstellte.

In elf europäischen Hauptstädten und an insgesamt 58 Verkaufsstellen wurden die Preise von Dutyfree-Shops (Airports, Fährschiffe, im Flugzeug) mit denen von jeweils zehn Ladengeschäften in City-Lage

Zwergstaat Indien

"Vom übrigen Asien durch den Himalaya, den gewaltigsten Gebirgswall der Welt, klar abgetrennt und sonst von Meeren und Ozeanen begrenzt – diese Situation verleiht der 4,5 qkm großen indischen Halbinsel die Dimensionen eines Subkontinents." (Aus: "Hildebrand’s Urlaubskarte Indien/Nepal")

verglichen. Dabei stellte sich heraus, daß nicht nur zwischen Ortshandel und Duty-free-Shops erhebliche Preisunterschiede klaffen, sondern auch zwischen den steuerbegünstigten Duty-free-Läden selbst.

So ist der billigste Einkaufsplatz für Parfüms der Airport von Athen (mit einer Indexzahl von 100). Der teuerste Ort ist die Wiener City, die Athen in der Preisgestaltung um 218 Prozent übertrifft. Frankfurt liegt auf dem 21. Platz (Index: 223) und hinter den Duty-free-Geschäften auf den Flughäfen von Bremen und Düsseldorf. Überraschende Aussage der Brüsseler Verbraucherorganisation: Mit der Ausnahme Athen sind Parfüms auf Fährschiffen generell am preiswertesten.