Der holländische Philips-Konzern ist neben der französischen Thomson-Gruppe der einzige europäische Hersteller von Unterhaltungselektronik, der den Japanern Paroli bieten kann und ein Multi im doppelten Sinn: Die Niederländer verkaufen nicht nur Fernseher, Videogeräte, Plattenspieler und HiFi-Anlagen, sondern auch Leuchtkörper, elektrische Hausgeräte, Kommunikationstechnik, medizinische Apparate sowie Bauelemente – und dies auf allen Kontinenten der Erde. Im vergangenen Jahr erzielten sie einen Umsatz von gut 53 Milliarden Mark, zwölf Prozent mehr als 1984.

Weil der Heimmarkt nur klein ist, waren die Holländer schon früh gezwungen, ihre Produkte auch im Ausland zu verkaufen. Doch nach wie vor machen sie mehr als die Hälfte ihres Geschäfts in Europa. Auf dem größten Markt für Elektronik, in Nordamerika, erwirtschaftet Philips immerhin knapp 30 Prozent seines Umsatzes.

Größte Sparte im Unternehmen ist die Unterhaltungselektronik mit einem Umsatzanteil von 28 Prozent, etwa gleich groß ist der Bereich der Kommunikationstechnik für Büros und Fabriken. Die Unternehmensteile Beleuchtung, Hausgeräte und Bauelemente für elektronische Produkte steuern zwischen elf und vierzehn Prozent zum Umsatz bei.

In der Bundesrepublik sind die verschiedenen Philips-Firmen unter dem Dach der Allgemeine deutsche Philips Industrie GmbH zusammengefaßt, deren Firmensitz in Hamburg ist. Dazu gehören die Philips GmbH, die alle Konsumprodukte des Konzerns in der Bundesrepublik verkauft, die Philips Kommunikations Industrie AG (PKI) in Nürnberg für professionelle Kommunikationstechnik, Bauknecht in Stuttgart, die Plattenfirma Polygram und nicht zuletzt die Beteiligung an Grundig. Zum Philips-Konzern gehört auch die Firma Valvo, die unter anderem in der Bundesrepublik Bauelemente herstellt.

Die Aktien des Konzerns sind breit gestreut. Allerdings hält die Familie Philips noch einige Anteilscheine, die ihnen Vorrechte, zum Beispiel bei der Gewinnausschüttung und der Besetzung des Aufsichtsrates, garantieren.