die sowjetische Position, die dem amerikanischen Präsidenten in Reykjavik vorgetragen wurde? staunt, ich selbst war sogar richtig erschüttert, als ich die Äußerung von Präsident Reagan hörte, daß beim Treffen in Reykjavik die amerikanischen Angebote nicht akzeptiert wurden und deshalb eine historische Wende in unserem Verhältnis ausgeblieben ist, Wki alle hatten sehr deutlich gespürt, daß die Amerikaner mit leeren Taschen gekommen waren. Sie hatten dort bloß eine kosmetisch aufgebesserte Variante zur Frage der Mittelstrekkenraketen und eine sehr heuchlerische, in ausgesprochener Hollywood Art gestaltete Position zu den Nukleartests.

Dabei sind die Amerikaner wohl Opfer ihrer eigenen Propaganda geworden. Sie waren wohl stark davon überzeugt, daß wir wegen großer Differenzen zwischen Parteiführung und Militärs keine neuen Vorschläge zu militärischen Fragen mitbringen. Deshalb gab es offenbar keinerlei vorbereitende Studien zu diesem Thema, und so haben die Vorschläge, die Gorbatschow ihnen unterbreitete, sie entwaffnet.

Das dann angesetzte Exper- tentreffen wurde, so muß ich sagen, ein erstaunliches Treffen:

Auf amerikanischer Seite war Nitze, Adelman, Linhart, vielen ganze Perle, Kampelman und anderen ungefähr die Mannschaft vertreten; unsere Gruppe war sehr viel kleiner, wurde aber von Marschati Achromejew geleitet. Wir saßen die ganze Nacht hindurch zusammen, zehneinhalb Stunden lang. Zweimal machten die Amerikaner Pause, einmal vierzig Minuten lang, einmal eine Stunde und vierzig Minuten. Sie hatten einfach nichts Neues zu sagen.

Marschall Achromejew verwies auf unsere Vorlage und bat um amerikanische Vorschläge.

Wieder gab es betretenes Schweigen. Man hat sich dann Kassiber zugeschoben, und der arme Paul Nitze, der amerikanische Verhandlungsleiter, las zuweilen schon den Inhalt einiger Zettel laut vordie ausdrücklich für ihn bestimmt waren.

Nach einer dieser Pausen und irgendeinem Kampf hinter den Kulissen kehrten sie dann zurück und sagten: