Selten möchte der Hotelgast in seinem Zimmer gleich zum Hausmann oder zur Hausfrau werden. Aber wenn gerade einmal Knitterkleidung nicht so hoch im Modekurs steht, sehnt sich mancher, der Wert auf korrekte Kleidung legt, nach Bügelbrett und -eisen. Ja sicher, sie zählen zu den beliebten Geschenken, die kleinen Reisebügeleisen; aber wer schleppt sie nun wirklich auf jeder Reise mit, und auch nicht immer ist ein guter Geist des Hotels zur Stelle, wenn man ihn ganz dringend braucht. Das Hotel „SunBurst“ in Scottsdale/Arizona, ein sehr hübsches Resort mit Schwerpunkt auf Kongreß- und Incentive-Reisen, hält einen recht praktischen Service für das Problem mit kofferzerknitterter Garderobe bereit. In jedem Zimmer ist aus der Wand ein kleines Bügelbrett zu klappen, und auch das Bügeleisen liegt gleich parat, wobei der Reisende auch noch der Sorge um passende Stecker und richtige Stromstärke enthoben wird.

*

Morgens springt man doch (wenn man nicht gerade krank oder verkatert ist) aus dem Bett erfrischt wie „Phönix aus der Asche“. Sogar im Hotel. Abends dagegen: Kräfteschwund. Morpheus schläfert ein, erlaubt gerade noch, die Zeitung, die man las, neben dem Bett zu Boden gleiten zu lassen. Kann man nunmehr schlafen? Aber nein: Die Nachttischlampe muß noch ausgeknipst werden. Wo ist der Schalter? Die immer gleiche Suchaktion beginnt. Ist der Schalterknopf an der Lampe selber, am Fuß, unter dem Schirm? Ist er am Nachttisch, neben, unter, über den Rundfunkknöpfen, ist er an der Wand? Baumelt am Kopfende des Bettes eine Kordel, an der man zupfen muß? Oder muß man sich hintasten bis zur weit entfernten Eingangstür, wo sich ein Schalter befindet? Auch das gibt’s: kürzlich in Kairo, im Hotel „Mena House Oberoi“, es ist Mitternacht, der müde Gast streckt, das ist jetzt schon eine leichte Anstrengung, die Hand zielgerecht zum Schalter und knipst. Kein Effekt, der Schalter ist kaputt. Man muß aus dem Bett, muß tapsen, um einen anderen Schalter zu finden, der mit anderen Lampen zugleich die Nachttischlampe löscht. Das im „Mena House Oberoi“, das zu den 200 besten Hotels der ganzen Welt gehört. Apropos: Warum geben in den Hotels Nachttischlampen oft so wenig Licht, daß man kaum lesen kann?