Der Aufschwung in der bundesdeutschen Metallindustrie ist ins Stocken geraten. Nachdem es in den vergangenen zwei Jahren kräftige Wachstumsimpulse aus dem Ausland gegeben hatte, muß künftig auf vielen Auslandsmärkten sogar mit Verlusten gerechnet werden. Der Grund: der schwache Dollar. Es ist deshalb notwendig für die Branche, sich stärker auf den besser laufenden Inlandsmarkt umzustellen, meint der Arbeitgeberverband Gesamtmetall.

Im September wurden an den Amtsgerichten 1573 Insolvenzfälle, darunter 1085 von Unternehmen, registriert. Das waren 1,1 Prozent weniger Insolvenzen als vor einem Jahr. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden in den ersten neun Monaten 1986 zusammen 14 252 eröffnete Konkurs- und Vergleichsverfahren sowie mangels Masse abgelehnte Konkursanträge gezählt.

Gute Chancen für eine Fortsetzung des seit vier Jahren andauernden Wirtschaftsaufschwungs sehen die deutschen Banken. Die Auftragslage sei gut, wie in diesem Jahr könne auch für 1987 mit einem Wirtschaftswachstum von drei Prozent gerechnet werden, heißt es beim Bundesverband deutscher Banken. Trotz nachlassender Impulse vom Außenhandel befinde sich die Wirtschaft weiter auf Wachstumskurs. Eine kräftige Belebung des privaten Verbrauchs, eine anhaltend hohe Investitionsneigung und eine wieder zunehmende Bautätigkeit hielten den Aufschwung in Gang.

Die Vorschläge der Bundesregierung und des Deutschen Bauernverbandes sind nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft nicht geeignet, die Probleme der Agrarüberschüsse zu lösen. Die Arbeitsgemeinschaft, die sich als Gegenbewegung zum Deutschen Bauernverband versteht, glaubt, daß mit der gegenwärtigen Agrarpolitik weitere 200 000 bäuerliche Familienbetriebe zur Aufgabe gezwungen werden.

Saudi-Arabien steuert offenbar eine Erhöhung des Rohölpreises von derzeit rund vierzehn Dollar auf achtzehn Dollar pro Barrel (159 Liter) an. Nach einem Bericht der Fachzeitschrift Middle East Economic Survey will das einflußreichste Land innerhalb der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) gleichzeitig nicht auf eine Erhöhung seines Marktanteils verzichten.