Von Alm bis Ziger möchte ich einige Begriffe nachreichen dürfen, die mir beim Fischen in der Wörterschotte immer wieder durch die Maschen geschlüpft sind.

Alm: sprich Ojm, Eum; entspricht in Bayern und Österreich der

Alp in der Schweiz und im Allgäu.

Alpschwein: verwertet auf der Alp die Schotte (siehe dort), ein wertvolles Mastfutter; rülpst, wenn es zuviel davon erwischt. Gefragt wegen seines kernigen Specks (auf den ich heuer verzichte: das Cäsium nach Tschernobyl wurde in der Schotte hochkonzentriert gemessen. Siehe Radioaktivität).

Alpwirtschaft: Ein Viertel des Schweizer Bodens sind Alpweiden. Ihre Nutzung ist mehrfach bedeutend. Arbeitsentlastung: Für die drei Sommermonate, in denen er das Heu ernten muß, hat der Bergbauer keinen Schwanz im Stall; sein ganzes Vieh ist auf Kälber-, Rinder- und Kuhalpen. Futterökonomie: Ohne die Alpweiden müßte der Schweizer Viehbestand um fast ein Viertel verringert werden. Selbstversorgung: Von der Alp bezieht der Bauer Käs und Butter; finanzieller Nutzen bei Verkauf von Überschuß (siehe Kästeilung). Viehzüchterisch: Gealpte Kühe, Tag und Nacht im Freien, sind gesünder und bringen im Schnitt ein Kalb mehr in ihrer Lebenszeit. Touristisch-landschaftspflegerisch: Ohne weidendes Alpvieh würde die gerodete alpine Gebirgslandschaft verstrauchen und verwalden, ihre attraktive "Lieblichkeit" sich zurückverwandeln in das "Düster-Wilde" zum Beispiel der klimatisch vergleichbaren Gebirge Kanadas.

Anken: Schweizerdeutsch für Butter.

Bazger: Bub, Kleinhirt.