Der American Eagle, die neue von der amerikanischen Regierung herausgegebene Goldmünze, kommt offenbar gut an. Von der großen Nachfrage überrascht, so heißt es aus Washington, sehe sich die Prägeanstalt, die United States Mint, „zeitweise außerstande, den Nachschub zu gewährleisten“. Die Freunde der neuen goldbucks stört es offenbar nicht, daß das gelbe Metall zur Zeit am Markt keine glänzende Figur macht. Von der zur Jahreswende erhofften Preismarke von fünfhundert Dollar für die Feinunze Gold ist im Augenblick nichts zu sehen. In London kostet die Unze derzeit um vierhundert Dollar, das sind rund fünfzig Dollar weniger als der Höchstkurs im vergangenen Jahr.

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Ihre erste Dollaranleihe nimmt jetzt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Frankfurt, auf dem internationalen Kapitalmarkt auf. Ein Bankenkonsortium unter Federführung der Deutschen Bank (London) und der Credit Suisse First Boston bietet 200 Millionen Dollar mit einem Zinssatz von 7,5 Prozent und einem Ausgabekurs von 100,5 Prozent zum öffentlichen Verkauf an. Die KfW-Anleihe hat eine Laufzeit von sieben Jahren und soll an der Luxemburger Börse amtlich notiert werden.

Arbeitnehmer können sich ohne Zwischenschaltung eines Kreditinstituts direkt an der Firma ihres Arbeitgebers beteiligen und dafür die staatlichen vermögenswirksamen Leistungen beanspruchen. Einzige Bedingung dafür ist, daß die Beteiligung verbrieft ist, also eine Urkunde, zum Beispiel ein Anteilschein, darüber ausgestellt wird. Darauf hat das Bonner Finanzministerium jetzt nach Inkrafttreten des Zweiten Vermögensbeteiligungsgesetzes zum Jahresbeginn noch einmal hingewiesen. Wer über eine Bank oder Sparkasse Beteiligungspapiere erwirbt, kann diese allerdings ohne Einbußen von Prämien und Steuervergünstigungen während der Sperrfrist gegen andere Anteilscheine tauschen, „Vermögenswirksame“ Sparer können damit also ihre Beteiligungspapiere genauso kaufen und verkaufen, wie zum Beispiel „normale“ Aktionäre oder Besitzer von Aktienfonds-Anteilen.

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Das Werben um junge Kunden lassen sich die Banken einiges kosten. Nach den Genossenschaftsbanken, die seit geraumer Zeit mit marco aufwarten, gibt nun auch die Commerzbank ein Jugendmagazin heraus. Yellow heißt die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift, die nach eigenem Bekunden „eine Mischung von Unterhaltung und Information bietet, wie sie von Jugendlichen erwartet wird“. bm