Über die Anstrengungen, Buenos Aires hinter sich zu lassen

Von Gabriele Hoffmann

In Argentinien gibt es eigentlich nur drei Orte, die sehenswert sind“, sagt ein weitgereister Freund am Abend vor unserem Abflug zu einer Tagung in Buenos Aires, „die Wasserfälle von Iguazu, die Anden bei Mendoza und die Stadt Ushuaja, das Tor zur Antarktis.“

Wir halten nicht viel vom Herumjetten. Wir wollen lieber die Umgebung von Buenos Aires kennenlernen.

„Zeitverschwendung“, meint unser Freund. „Da gibt’s nur Landschaft, nichts als Natur bis zum Horizont.“ „Die Pampa“, stellt mein Mann fest, „die wollen wir sehen.“

Buenos Aires ist trotz seiner Straßenschluchten und seines chaotischen Verkehrs eine altmodische Stadt. Die Fußgänger sind höflich, drängeln nicht, schubsen nicht. Cafés, Kinos und Buchläden an der Avenida Corrientes haben bis tief in die Nacht geöffnet. In den breiten Avenidas sehen wir staunend an den Häuserburgen hoch – steingewordener Reichtum aus der Pampa, den endlosen Weidegebieten der argentinischen Rinder.

„Da ist nichts“